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Tiere: Vor 240 Millionen Jahren lernten die Fische das Fliegen ++ Klima: Lebensmittelproduktion muss neue Wege gehen

Vor 240 Millionen Jahren lernten die Fische das Fliegen

Chinesische Paläontologen haben den bisher ältesten Vertreter eines fliegenden Fisches entdeckt. Das im Süden Chinas entdeckte Fossil ist 240 Millionen Jahre alt und zeigt typische Anpassungen ans Fliegen: Seine Brust- und Beckenflossen sind flügelähnlich vergrößert, die Schwanzflosse ist nach unten hin besonders lang ausgezogen. Ein schneller Schlag dieser kräftigen Schwanzflosse habe ausgereicht, um den Fisch aus dem Wasser zu katapultieren und ihn über das Wasser gleiten zu lassen, so die Forscher im Magazin „Proceedings of the Royal Society B“. Das Fossil sei aber kein Vorfahre der heutigen fliegenden Fische, sondern gehöre einer ganz anderen Linie des Fischstammbaums an. Die jetzt gefundene Art ist später ausgestorben, die heute lebenden fliegenden Fische sind erst später in der Evolution entstanden. Sie erreichen heute Überwasserstrecken von bis zu 400 Meter und Geschwindigkeiten bis zu 72 Kilometer pro Stunde.

Lebensmittelproduktion muss neue Wege gehen

Der Klimawandel wird auch dramatische Umwälzungen für die Produktion von Lebensmitteln wie Weizen, Reis und Mais bringen. In einer am Mittwoch in Kopenhagen veröffentlichten Studie der internationalen Forschungsinitiative CCAFS heißt es, die Landwirtschaft werde durch „neue Wettermuster herausgefordert“. Der Klimawandel könnte es für viele Menschen notwendig machen, sich anderen Lebensmitteln zuzuwenden, um ihre Ernährung zu sichern. Als Folge der globalen Erwärmung sei bis 2050 mit einem Sinken der Weizenproduktion in Entwicklungsländern um 13 Prozent, bei Reis um 15 Prozent und in Afrika für den dort wichtigen Mais um zehn bis 20 Prozent zu rechnen. Gleichzeitig steige aber die globale Bevölkerungszahl von heute sieben auf neun bis zehn Milliarden Menschen. Dies bedeute für viele Menschen einen Zwang zur Umstellung auf andere Nahrungsmittel. Besonders akut sei dies für die ärmeren Länder, so die Forscher.