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Mali: EU schickt 200 Trainer für die Soldaten des Landes ++ Sonntagsfrage: Grüne profitieren vom Wahlsieg in Stuttgart ++ Syrien: Armee greift in Damaskus mit Jagdbomber an ++ München: International gesuchter Islamist festgenommen

EU schickt 200 Trainer für die Soldaten des Landes

Die EU will rund 200 Trainer nach Mali schicken, um die Regierungstruppen dort zu unterstützen. Die Truppen sind nach Ansicht der Brüsseler Behörden in einem desaströsen Zustand – und benötigen dringend europäische Hilfe, um das westafrikanische Land wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Die verbliebenen 6000 bis 7000 Soldaten seien „längst nicht alle verlässlich“ und noch dazu „schlecht ausgerüstet, schlecht ausgebildet und demoralisiert“, hieß es. Die europäischen Trainer sollen neben der Kampfkraft auch die Kommandostruktur verbessern. An einen Kampfeinsatz ist nicht gedacht, derzeit kontrollieren radikalislamische Rebellen den Nordteil des Landes.

Grüne profitieren vom Wahlsieg in Stuttgart

15 Prozent der Bundesbürger würden derzeit für die Grünen stimmen, wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, wie der „Stern“-RTL-Wahltrend ergab. In der Vorwoche waren es noch zwölf Prozent. Die Partei profitiert vom Sieg Fritz Kuhns bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart. Die SPD, die beim zweiten Wahlgang in Stuttgart nicht mehr angetreten war, fiel von 27 auf 26 Prozent. Der Union wollten unverändert 38 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, der FDP drei Prozent, den Piraten fünf Prozent, der Linken acht Prozent.

Armee greift in Damaskus mit Jagdbomber an

Die syrische Armee hat Aktivisten zufolge erstmals einen Angriff mit einem Jagdbomber auf die Hauptstadt Damaskus geflogen. Es seien vier Bomben über dem Viertel Dschobar im Osten der Stadt abgeworfen worden, meldete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Bisher setzte das Militär nur Hubschrauber ein. Der Konflikt dauert seit 19 Monaten an.

International gesuchter Islamist festgenommen

Ein international gesuchter mutmaßlicher Islamist ist der Bundespolizei am Münchener Flughafen ins Netz gegangen. Der gebürtige Marokkaner fiel am Montag den Beamten auf, als er zusammen mit seiner Familie aus Paris eintraf und nach Dubai ausreisen wollte, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die marokkanischen Behörden hatten den 37-Jährigen zur Fahndung ausgeschrieben, weil er 2003 an Anschlägen in Casablanca beteiligt gewesen sein soll. Dabei kamen 45 Menschen ums Leben. Der mutmaßliche Terrorist soll nun ausgeliefert werden.