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Bundeswehr: Mutmaßlicher Neonazi im Einsatz in Afghanistan ++ Staatskasse: Merkel will ausgeglichenen Haushalt bis 2015 ++ Organskandal: Münchner Klinik stoppt Transplantationen

Mutmaßlicher Neonazi im Einsatz in Afghanistan

Ein mutmaßlicher Neonazi ist drei Monate lang als Reserveoffizier der Bundeswehr in Afghanistan eingesetzt worden. Die Bundesregierung bestätigte in einer Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion den Einsatz des Hauptmanns der Reserve, allerdings nicht die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Linke-Abgeordnete Ulla Jelpke verwies auf Berichte, wonach der Reserveoffizier Mitglied der Gruppe Freier Widerstand Kassel ist. Der Mann soll auch einen Mitgliedsantrag bei der rechtsextremen NPD gestellt haben.

Merkel will ausgeglichenen Haushalt bis 2015

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt nach der Euro-Krise mittelfristig ein Ende der Neuverschuldung des Staates an. Wenn die Stabilisierung des Euro gelungen sei, könne man es schaffen, in den Jahren 2015/2016 zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen, sagte Merkel. Dies sei „unsere Pflicht gegenüber unseren Kindern und Enkeln“, betonte die Kanzlerin. Die Bundesbürger dürften nicht länger über ihre Verhältnisse leben: „Wir müssen endlich lernen, mit dem auszukommen, was wir verdienen.“

Münchner Klinik stoppt Transplantationen

Wegen neuer Verdachtsfälle von manipulierter Organvergabe zieht das Münchner Klinikum Rechts der Isar die Reißleine: Der Klinikvorstand beschloss, vorerst keine neuen Patienten auf die Warteliste für Lebertransplantationen aufzunehmen. Das teilte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) mit. Eine interne Untersuchung habe weitere Verdachtsmomente auf Regelverstöße ergeben. Patienten, die noch auf der Warteliste stünden, erhielten noch eine Transplantation.