Wahlen

Rajoys Konservative verteidigen absolute Mehrheit in Galicien

Bei der Wahl in der spanischen Region Galicien haben die Konservativen von Ministerpräsident Mariano Rajoy am Sonntag ihre absolute Mehrheit verteidigen können.

Im Baskenland schaffte es dagegen ein neu gegründetes Bündnis von Unabhängigkeitsbefürwortern nach der nationalistischen baskischen Partei PNV auf Platz zwei, was den Konflikt zwischen Bilbao und Madrid verschärfen könnte.

Die Wahlen in den beiden Regionen galten als Test für Regierungschef Rajoy, der wegen steigender Arbeitslosigkeit und seiner Sparpolitik in der Schuldenkrise in der Kritik steht. In seiner Heimatregion Galicien kam Rajoys Volkspartei (PP) amtlichen Angaben zufolge nach Auszählung fast aller Stimmen auf 41 Abgeordnete im 75 Sitze zählenden Regionalparlament – eine Steigerung um drei Mandate. Zweitstärkste Kraft sind die Sozialisten mit voraussichtlich 18 Abgeordneten, sieben weniger als bisher. Galicien ist zwar traditionell eine Bastion der Konservativen. Mit einer Arbeitslosenquote von inzwischen 21Prozent wird aber auch sie hart von der Wirtschaftskrise getroffen, liegt damit jedoch noch unter der nationalen Quote von 25Prozent.

Im Baskenland kamen die konservativen Nationalisten von der PNV mit 27 von 75 Sitzen auf den ersten Platz. Das neu gegründete linke Parteienbündnis Euskal Herria Bildu (EHB), das eine Unabhängigkeit der Region befürwortet, wurde mit 21Sitzen zweitstärkste Kraft.