Umwelt

Iran will angeblich Ölkatastrophe herbeiführen

Die iranischen Revolutionswächter wollen einem „Spiegel“-Bericht zufolge angeblich eine Ölkatastrophe im Persischen Golf herbeiführen.

Mohammed Ali Dschaafari, als Hardliner bekannter Kommandeur der iranischen Revolutionswächter, soll nach Erkenntnissen westlicher Geheimdienste gemeinsam mit Admiral Ali Fadawi einen Sabotageplan entwickelt haben, der den gesamten Golf bedrohen und zu einer Umweltkatastrophe führen könnte.

Der Plan liegt dem Nachrichtenmagazin nach eigenen Angaben vor. Er habe den Codenamen „Trübe Wasser“ und sei als „Top Secret“ klassifiziert. Danach soll die Straße von Hormus durch eine absichtlich herbeigeführte Öltanker-Katastrophe weiträumig kontaminiert werden.

So sollen die Schiffswege für die internationalen Öltanker gesperrt, außerdem die Teheran gegenüber feindlich gesinnten arabischen Anrainerstaaten „bestraft“ werden. Der Westen würde nach dem Kalkül der iranischen Revolutionswächter gezwungen, sich an einer groß angelegten Säuberung der Gewässer zu beteiligen – und dafür womöglich auch die Sanktionen gegen den Iran auszusetzen. Der Geheimplan der Revolutionswächter, die im iranischen Gottesstaat eine Art Staat im Staate bilden und nicht nur über schlagkräftige Armeetruppen, sondern auch über große Wirtschaftsunternehmen verfügen, soll bei Revolutionsführer Ayatollah Ali Chamenei liegen. Er sei die letzte Instanz.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach sich angesichts des festgefahrenen Atomstreits mit dem Iran bei seinem Besuch in Istanbul unterdessen für schärfere EU-Sanktionen aus.