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Jemen: Fünf mutmaßliche Terroristen durch Drohne getötet ++ Marokko: Behörden sperren Hafen gegen Abtreibungsschiff ++ Mexiko: Sohn eines früheren Parteichefs getötet ++ Mazedonien: Griechen wollen wieder im Namensstreit verhandeln

Fünf mutmaßliche Terroristen durch Drohne getötet

Bei einem von einer US-Drohne geführten Angriff im Jemen sind mindestens fünf mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation al-Qaida getötet worden. Die Drohne habe am Donnerstag in der südlichen Provinz Schabwa zwei Autos getroffen, hieß es aus jemenitischen Sicherheitskreisen. Alle Toten seien in einem der Wagen unterwegs gewesen. Über den Zustand der Personen im zweiten Fahrzeug wurde zunächst nichts bekannt. Auch die Identität der Getöteten war unklar. Vor einem Jahr und nochmals vor wenigen Wochen waren bei Drohnenangriffen bereits zwei Führungsmitglieder von al-Qaida getötet worden.

Behörden sperren Hafen gegen Abtreibungsschiff

Die marokkanischen Behörden haben den Hafen von Smir gegen das Abtreibungsschiff der niederländischen Organisation Women on Waves abgeriegelt. Der Hafeneingang sei durch Kriegsschiffe versperrt, und es gebe ein massives Polizeiaufgebot, teilte die Organisation mit. Man prüfe nun andere Möglichkeiten, an die marokkanische Küste zu gelangen. Die Organisation will in internationalen Gewässern vor der Küste Abtreibungen bis zur siebten Schwangerschaftswoche gemäß niederländischem Recht anbieten. In Marokko ist Schwangerschaftsabbruch strafbar. Nach Angaben der Organisation gibt es in dem Land aber täglich 600 bis 800 illegale Abtreibungen.

Sohn eines früheren Parteichefs getötet

Unbekannte haben im Norden Mexikos den Sohn des früheren Vorsitzenden der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), Humberto Moreira, getötet. Die Leiche des 25-jährigen José Eduardo Moreira wurde nach Angaben der Behörden an einer Landstraße nahe der Stadt Acuña im Staat Coahuila gefunden. Moreira, dessen Vater bis 2011 auch Gouverneur von Coahulia gewesen war, arbeitete als Koordinator der Sozialprogramme in der Regierung des nordmexikanischen Bundesstaates. Gouverneur von Coahulia ist derzeit Rubén Moreira, ein Onkel des Getöteten.

Griechen wollen wieder im Namensstreit verhandeln

Im Namensstreit mit Mazedonien hat die griechische Regierung dem nördlichen Nachbarn die Unterzeichnung eines Memorandums vorgeschlagen. Außenminister Dimitris Avramopoulos schlug in einem Brief an seinen mazedonischen Amtskollegen Nikola Poposki unter anderem vor, dass beide Seiten die existierenden Grenzen als unverletzlich anerkennen und die politische Souveränität des jeweils anderen Staates respektieren. Der Name des nördlichen Nachbarn solle einen geografischen Begriff beinhalten, der keine Verwechslungen mit der griechischen Provinz Mazedonien erlaube. Derzeit wird der Staat Mazedonien international unter dem Kunstnamen „Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien“ (FYROM) geführt.