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Nato der Bündnisfall

Selbstverteidigung Der jüngste Angriff Syriens auf den Nato-Partner Türkei und dessen Vergeltungsschläge könnten zu einer dramatischen Ausweitung des Konflikts führen. Wegen seiner Bündnisverpflichtungen in der Nato wäre auch Deutschland davon direkt betroffen. Die Ausrufung eines Bündnisfalls nach Artikel 5 des Nordatlantik-Vertrags ermöglicht die Anwendung von Waffengewalt gegen Staaten, die ein Nato-Mitglied attackieren. Der Angriff auf einen Partner wird als Angriff auf alle Bündnispartner betrachtet und verpflichtet die anderen Mitglieder zur kollektiven Selbstverteidigung.

Konsultation Artikel 6 des Nato-Vertrags definiert, welche Situationen den Bündnisfall auslösen können. Dazu zählen unter anderem Angriffe auf das Gebiet eines Nato-Staates sowie auf dessen Streitkräfte, Schiffe oder Flugzeuge, wenn sie sich im oder über dem Nato-Gebiet oder im Mittelmeer aufhalten. Nach dem Beschuss türkischen Territoriums hatte die Türkei bisher nur Konsultationen der Allianz nach Artikel 4 des Nordatlantik-Vertrages beantragt.