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PolitikNews III

Vatikan: Teilgeständnis im „Vatileaks“-Prozess ++ Belgien: Eisenbahner legen Schienenverkehr lahm ++ Gaza: Foltervorwürfe gegen die Hamas-Regierung

Teilgeständnis im „Vatileaks“-Prozess

Der frühere Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. hat eingeräumt, vertrauliche Papiere kopiert und an einen Journalisten weitergegeben zu haben. Den Vorwurf des schweren Diebstahls hingegen wies Paolo Gabriele vor dem Vatikan- Tribunal zurück. Der Heilige Geist habe ihn zu seinen Taten inspiriert, und er habe „die Kirche wieder auf den richtigen Pfad führen“ wollen, sagte er vor Gericht. Er fühle sich allerdings schuldig, das Vertrauen des Papstes missbraucht zu haben. Am Mittwoch berichteten Polizisten des Vatikans im Zeugenstand von der Durchsuchung von Gabrieles Wohnung. Hunderttausende Dokumente über Freimaurerei, den Geheimdienst des Heiligen Stuhls sowie interne Papiere seien Ende Mai sichergestellt worden.

Eisenbahner legen Schienenverkehr lahm

Die belgischen Eisenbahner haben den Schienenverkehr im Nachbarland am Mittwoch lahmgelegt. Noch bis zum Donnerstagmorgen sollten die Fernverbindungen gestört bleiben. Hunderte Reisende waren der Nachrichtenagentur Belga zufolge am Brüsseler Südbahnhof gestrandet. Die Angestellten der Staatsbahn SNCB protestierten mit der Aktion gegen die geplante Umstrukturierung ihres Unternehmens. Auch Fernzüge wie der Thalys nach Frankreich, der Eurostar nach London und ICE-Verbindungen nach Deutschland waren betroffen.

Foltervorwürfe gegen die Hamas-Regierung

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat der im palästinensischen Gazastreifen herrschenden radikal-islamischen Hamas schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Menschen würden willkürlich ins Gefängnis gesteckt, gefoltert, ohne Rechtsbeistand abgeurteilt und Familienangehörige über das Schicksal der Inhaftierten im Dunkeln gelassen, schrieb die Organisation in einem Bericht. Die Hamas wies die Vorwürfe zurück. Es handele sich um einen „politisch“ motivierten Bericht, hieß es.