Türkei

Ministerpräsident Erdogan als Chef seiner Partei bestätigt

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist für drei Jahre als Vorsitzender der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) bestätigt worden.

Bei dem AKP-Parteitag in Ankara, bei dem er am Sonntag wiedergewählt wurde, gab es keinen Gegenkandidaten. Erdogan kündigte neue Bemühungen zur Beilegung des Kurdenkonflikts in seinem Land an. Vor Tausenden Anhängern und Delegierten seiner islamisch-konservativen AKP in Ankara forderte er die kurdische Volksgruppe aber auf, sich von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und Terroranschlägen zu distanzieren. „Lasst uns ein sauberes Blatt aufschlagen und es mit unseren kurdischen Brüdern ausfüllen“, sagte Erdogan. Erdogan schwor seine Regierungspartei auf den Machterhalt durch wirtschaftlichen Erfolg ein. Die AKP habe dem Land wirtschaftliche Stabilität und Demokratie gebracht, sagte Erdogan. Er kündigte an, die Türkei werde 2013 mit 1,3 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro) den letzten Teil ihrer Schulden beim Internationalen Währungsfonds abtragen. Zu dem Parteitag in Ankara hat die AKP zahlreiche Politiker eingeladen, darunter den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi, den Hamas-Führer Khaled Meschal und den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder.