Gewalt

Zwei Oppositionelle bei Wahlveranstaltung erschossen

Eine Woche vor der Präsidentenwahl in Venezuela sind zwei führende Oppositionspolitiker auf einer Wahlkampfveranstaltung erschossen worden.

Aus einem Lieferwagen seien die Schüsse auf die beiden Unterstützer von Präsidentschaftskandidat Henrique Capriles abgefeuert worden, teilte Capriles Partei Primero Justicia am Sonntag mit. Die Regierung von Präsident Hugo Chavez bestätigte den Tod der beiden Regionalpolitiker und versprach, die Täter vor Gericht zu bringen. Bereits wiederholt gerieten Anhänger von Chavez und Capriles gewaltsam aneinander, Tote gab es bisher aber nicht. Die Eskalation schürt mitten im Wahlkampf die Furcht der Venezolaner vor noch mehr Gewalt in dem südamerikanischen Land.

Der Vorfall in dem landwirtschaftlich geprägten Bundesstaat Barinas würde noch untersucht, sagte Innenminister Tareck El Aissami. Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Die Opposition berichtete aber noch von einem Angriff auf einen Autokorso mit ihren Politikern, der von Chavez-Anhängern angehalten worden sein soll. Dabei soll es zwei Verletzte gegeben haben. Die Schilderung wurde aber weder von der Polizei noch von anderen Behörden des Landes bestätigt.

Die Kriminalität in Venezuela, wo der Waffenbesitz weit verbreitet ist, gilt als die größte Sorge der Bevölkerung und ist damit ein wichtiges Thema im Vorfeld der Präsidentenwahl am 7. Oktober.