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Mehrheit für Steinbrück

Rückhalt Die Mehrheit der Deutschen hält laut einer Umfrage den früheren SPD-Finanzminister Peer Steinbrück für einen guten Kanzlerkandidaten. Eine Blitzerhebung des ARD-Deutschlandtrends ergab, dass 58 Prozent der Bürger die Personalentscheidung der Sozialdemokraten befürworten. 21 Prozent waren nicht dieser Ansicht. Bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers läge allerdings die amtierende Regierungschefin Angela Merkel (CDU) klar vorne: 50 Prozent würden sich für sie entscheiden, nur 36 Prozent wollten Steinbrück wählen.

Zustimmung Auch mit seinen Vorschlägen zur Regulierung der Banken stößt Steinbrück auf enormen Rückhalt in der Bevölkerung. Neun von zehn Bürgern (91 Prozent) sind der Ansicht, die Banken sollten für Notfälle mit eigenen Rettungsfonds vorsorgen müssen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap. 85 Prozent würden eine gesetzliche Begrenzung der Gehälter von Bankmanagern begrüßen. Für eine Trennung von Geschäfts- und Investmentbanking sprechen sich immerhin 73 Prozent der Bürger aus.

Klärungsbedarf Die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos sieht hingegen noch gewissen Klärungsbedarf bei inhaltlichen Positionen des neuen Kanzlerkandidaten. „Wir werden mit Peer Steinbrück über das eine oder andere sprechen“, sagte Juso-Chef Sascha Vogt in einem Interview im Deutschlandfunk – etwa über die Ausweitung prekärer Beschäftigung bei jungen Arbeitnehmern oder die Ausbildungsgarantie. Auch zum umstrittenen Rentenniveau habe Peer Steinbrück sich noch nicht „en detail“ geäußert, sagte Sacha Vogt.