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Kundgebung: Aktionstag für Umverteilen von Vermögen ++ Menschenrechte: Zwei Journalisten in Somalia gefoltert und getötet ++ Proteste: Kinderschützer gegen Beschneidungsvorlage ++ Anschlag: Mann schießt auf Tschechiens Präsidenten

Aktionstag für Umverteilen von Vermögen

Mit einem bundesweiten Aktionstag wollen Gewerkschaften und Sozialverbände am heutigen Sonnabend für eine Umverteilung von Vermögen demonstrieren. Das Motto lautet: „Umfairteilen – Reichtum besteuern“. Große Kundgebungen sind in Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt am Main und Bochum geplant. Außerdem sind in zahlreichen weiteren Städten Aktionen vorgesehen. In Berlin beginnt die Auftaktkundgebung um 11.30 Uhr am Potsdamer Platz. Die Demonstration umgeht wegen des Marathons die Innenstadt und führt zum Roten Rathaus, wo eine Kundgebung stattfindet. Angemeldet sind laut Polizei 7500 Teilnehmer.

Zwei Journalisten in Somalia gefoltert und getötet

In Somalia sind zwei Journalisten getötet worden. Einer der beiden Männer wurde offenbar gefoltert und anschließend geköpft, wie die Behörden sowie Anwohner am Freitag mitteilten. Nach Angaben des Journalistenverbandes des Landes erschossen Unbekannte einen Mitarbeiter einer jemenitischen Nachrichtenagentur, der auf dem Weg zur Arbeit war. Nördlich der Hauptstadt Mogadischu wurde bereits am Donnerstag die gefesselte Leiche eines Sportjournalisten gefunden. Der Kopf des Mannes sei auf der Brust abgelegt gewesen, sagte ein Anwohner.

Kinderschützer gegen Beschneidungsvorlage

Kinderschutzorganisationen laufen Sturm gegen die Pläne des Bundesjustizministeriums für ein Beschneidungsgesetz. Sie kritisieren besonders einen fehlenden Schutz vor den Schmerzen einer Vorhautentfernung bei Jungen. Die Deutsche Kinderhilfe bezeichnete am Freitag das dazu in dieser Woche veröffentlichte Eckpunkte-Papier als „Schnellschuss“. „Es liegt nun eine Regelung auf dem Tisch, die dazu führt, dass medizinische Laien an Jungen unter 6 Monaten operative Eingriffe durchführen dürfen“, so die Organisation in Berlin. Dabei solle lediglich im Einzelfall die gebotene Schmerzbehandlung gewährleistet werden.

Mann schießt auf Tschechiens Präsidenten

Der tschechische Präsident Václav Klaus ist bei einem Termin mit einer Plastikpistole beschossen worden. Das Staatsoberhaupt sei bei dem Vorfall am Freitag aber nicht verletzt worden, sagte sein Sprecher Radim Ochvat. Der Schütze hat der Polizei zufolge kleine Plastikkügelchen abgefeuert, sei aber festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Zu dem Angriff kam es bei der Eröffnung einer neuen Brücke in der im Norden gelegenen Stadt Chrastava. Unklar blieb, warum die Leibwächter des Präsidenten nicht einschritten.