Terror

Abgeordneter des neuen Parlaments in Somalia erschossen

Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag geht das Blutvergießen in Somalia weiter.

Unbekannte erschossen laut Polizei den somalischen Parlamentsabgeordneten Mustaf Hagi Mohammed Mo’alin vor einer Moschee in Mogadischu. Mo’alin ist der erste Abgeordnete des im August gewählten Parlaments, der Opfer eines Anschlags wurde. „Jeder Angriff auf einen Parlamentarier ist ein Angriff auf das Volk“, sagte der Somalia-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Boubacar Diarra.

Bei dem Selbstmordanschlag waren am Donnerstag in Mogadischu 15 Menschen getötet worden, 20 weitere Personen wurden verletzt. Vor zwei Wochen scheiterte ein Selbstmordattentat auf den neuen Präsidenten Somalias, Hassan Scheich Mohamud. Die radikal-islamische Al-Schabaab-Miliz, die weite Teile Somalias kontrolliert, hatte die Verantwortung für diese Tat übernommen. Unterdessen ergaben sich nach AU-Angaben 200 Al-Schabaab-Kämpfer den internationalen Friedenstruppen. Dies sei ein bedeutender Rückschlag für al-Schabaab, hieß es in einer AU-Mitteilung. Demnach händigten die islamistischen Kämpfer ihre Waffen in Garsale etwa 80 Kilometer von Mogadischu entfernt den AU-Friedenstruppen aus. Der AU zufolge waren zuvor bei bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb von al-Schabaab in der Region acht Kämpfer getötet worden.