Trauer

Ex-Innenminister Zimmermann mit 87 Jahren verstorben

Der frühere Bundesinnenminister und CSU-Politiker Friedrich Zimmermann ist tot.

Er starb am Sonntag im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit im österreichischen Filzmoos, wie seine Witwe mitteilte.

Zimmermann war langjähriger Weggefährte des bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Nachdem er mehrere Jahre lang die CSU-Landesgruppe im Bundestag geleitet hatte, war er von 1982 bis 1989 als Bundesinnenminister verantwortlich etwa für das Vermummungsverbot und die Kronzeugenregelung. In den Augen vieler Kritiker stand Zimmermann als absoluter Hardliner für eine scharfe Linie bei der inneren Sicherheit und in der Ausländer- und Asylpolitik. Danach war er bis Anfang 1991 Bundesverkehrsminister.

Aber er war auch Umweltpolitiker – denn bis zum Start des Bundesumweltministeriums 1986 waren die meisten umweltpolitischen Zuständigkeiten beim Innenressort angesiedelt. Unter Zimmermann gab es Gesetze etwa zur Luftreinhaltung. Er verhalf den Regelungen für bleifreies Benzin und den Katalysator zum Durchbruch.

Strauß blieb für ihn eine zentrale Leitfigur. So war er es auch, der Strauß zur Kanzlerkandidatur 1980 überredete. Zimmermann vertrat die Partei 33 Jahre lang im Bundestag. 1991 schied er aus dem Hohen Haus aus – die Parteibasis hatte ihm ein neuerliches Direktmandat verweigert.