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China: Demonstranten attackieren japanische Unternehmen ++ Syrien: Armee soll Giftgasgranaten getestet haben ++ Somalia: Neuer Präsident in sein Amt eingeführt ++ USA: 18-Jähriger wegen Anschlagsversuchs in Haft

Demonstranten attackieren japanische Unternehmen

Vor Japans Botschaft in Peking skandierten Tausende Demonstranten antijapanische Parolen, sangen die chinesische Nationalhymne und bewarfen das Botschaftsgebäude mit Flaschen. In Shenzhen gab es Zusammenstöße mit der Polizei, und in Guangzhou stürmte eine Menge von rund tausend Menschen ein Hotel neben dem japanischen Konsulat. Im Konflikt um eine von Tokio und Peking beanspruchte Inselgruppe sind am Wochenende in China Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Bei den Protesten in rund 50 Städten am Sonnabend gab es Angriffe auf japanische Unternehmen, auch am Sonntag wurden Ausschreitungen gemeldet.

Armee soll Giftgasgranaten getestet haben

Die syrische Armee soll einem Medienbericht zufolge vor wenigen Wochen Trägersysteme für Giftgasgranaten getestet haben. Die Tests hätten in der Nähe des Forschungszentrums für Chemiewaffen bei Safira östlich der Stadt Aleppo stattgefunden, berichtet der „Spiegel“. Das Magazin stützt sich in seinem Bericht auf Zeugenaussagen. Insgesamt fünf oder sechs der Granaten, die für chemische Kampfstoffe vorgesehen seien, wurden demnach Ende August „unbefüllt“ abgeschossen. Zu den Tests sollen iranische Offiziere per Hubschrauber eingeflogen worden sein, schreibt das Magazin.

Neuer Präsident in sein Amt eingeführt

Vier Tage nach einem Attentatsversuch ist der neue somalische Präsident Hassan Scheich Mohamud am Sonntag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in sein Amt eingeführt worden. „Ich verspreche, dass meine Regierung einen demokratischen Neustart bringt“, sagte Mohamud während einer Zeremonie in einer Polizeiakademie in der Hauptstadt Mogadischu. Er wolle ein „effektives Justizsystem“ aufbauen und die Sicherheitslage im Land verbessern, kündigte der 56-jährige Professor und Bürgerrechtler an.

18-Jähriger wegen Anschlagsversuchs in Haft

Die US-Bundespolizei FBI hat in Chicago einen 18-Jährigen wegen eines Anschlagsversuchs festgenommen. Der Verdächtige habe vor dem Zugriff versucht, eine Autobombe vor einer Bar in der Innenstadt zu zünden, teilte die Staatsanwaltschaft in Chicago am Sonnabend mit. Ermittler hatten ihm für den Anschlagsversuch eine Autobomben-Attrappe zugespielt. Die Fahnder sollen auf eine Botschaft reagiert haben, die der 18-Jährige im Internet veröffentlichte. Darin habe er nach Möglichkeiten gesucht, „gewaltsam in den Dschihad zu ziehen“.