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Ukraine: Timoschenko hat Angst vor radioaktiver Vergiftung ++ Syrien: Vermittler Brahimi trifft Opposition in Damaskus ++ China: Vizepräsident soll wieder in Öffentlichkeit zurückkehren

Timoschenko hat Angst vor radioaktiver Vergiftung

Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko (51) hat nach eigenen Angaben Angst, dass sie mit radioaktivem Gift getötet werden könnte. Deshalb protestierte die Ex-Regierungschefin jetzt dagegen, dass Aufseher bei einer Durchsuchung ihre beiden Geigerzähler beschlagnahmten, wie Medien berichten. Die Gefängnisleitung veröffentlichte ein Foto von dem in einem Buch versteckten Strahlenmessgerät. Timoschenkos Anwalt Sergej Wlassenko sagte, die Leitung habe davon gewusst. Die Politikerin war im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Vermittler Brahimi trifft Opposition in Damaskus

Auf seiner ersten Syrien-Reise ist der neue UN-Sondervermittler Lakhdar Brahimi in Damaskus mit Regimegegnern zusammengetroffen. Das sagte ein Sprecher des oppositionellen Nationalen Koordinierungskomitees für den demokratischen Wandel. Diese Gruppierung wird von der syrischen Regierung toleriert. Am Sonnabend sollte Brahimi mit Präsident Baschar al-Assad zusammentreffen. Brahimi hatte sein Amt als Nachfolger des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan am 1. September angetreten. Seinen Plan zur Beilegung des seit Konflikts will er vorlegen, sobald er mit allen betroffenen Parteien gesprochen hat.

Vizepräsident soll wieder in Öffentlichkeit zurückkehren

Der für rund zwei Wochen von der Bildfläche verschwundene Favorit für die Nachfolge des chinesischen Präsidenten Hu Jintao steht vor einer Rückkehr in die Öffentlichkeit. Xi Jinping könne ab Sonnabend wieder offiziell auftreten, sagten drei verschiedene Personen mit Kontakten zur Staats- und Parteiführung. Demnach hatte ein Rückenleiden den 59-Jährigen zu einer Pause gezwungen. Die Kommunistische Partei hat jede Stellungnahme zum Verschwinden Xis abgelehnt. Spekulationen reichten über eine Krebsoperation bis hin zu einem Attentat.