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Libanon: Papst kommt als „Botschafter des Friedens“ ++ Taiwan: Streit mit China um unbewohnte Inselgruppe ++ Kambodscha: Rote-Khmer-Tribunal lässt „First Lady“ frei

Papst kommt als „Botschafter des Friedens“

Papst Benedikt XVI. reist am Freitag zu einem dreitägigen Besuch in den Libanon. Das Oberhaupt komme als „Botschafter des Friedens“, erklärte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Der Libanon sei der „ideale Ort, um der Welt zu zeigen, dass das friedliche Zusammenleben von Religionen keine Illusion ist“, sagte Bertone. Der maronitische Patriarch Bechara Rai als Gastgeber des Papstes äußerte die Erwartung, Benedikt XVI. werde entschieden dazu aufrufen, die Gewalt in Syrien zu beenden. Zudem werde der Papst einen Stopp für die Unterstützung des syrischen Regimes wie der Opposition mit Geld und Waffen verlangen, so Rai.

Streit mit China um unbewohnte Inselgruppe

Im Streit zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat nach China auch Taiwan zwei Patrouillenboote zu dem Archipel entsandt. Die Schiffe der Küstenwache sollen taiwanische Fischer westlich der Inseln rund um die Uhr absichern. Die Maßnahme erfolgte zwei Tage nach dem Abschluss eines Kaufvertrags zwischen Japan und japanischen Privateigentümern der Inseln. Die unbewohnten Inseln sind strategisch wichtig, zudem werden auf dem Meeresboden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Rote-Khmer-Tribunal lässt „First Lady“ frei

Das von den UN unterstützte Tribunal im Rote-Khmer-Prozess in Kambodscha hat die angeklagte Ex-Sozialministerin Ieng Thirith auf freien Fuß gesetzt. Das Gericht folgte einem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Freilassung aus gesundheitlichen Gründen beantragt hatte. Eine Aussage über „Schuld oder Unschuld“ der Angeklagten sei damit jedoch nicht getroffen, so das Tribunal. Die Schwägerin des einstigen Schreckensherrschers Pol Pot leidet unter Demenz. Es sei „unwahrscheinlich“, dass kurz- oder langfristig gegen die 80-Jährige, die einst als „First Lady“ Kambodschas galt, weiter verhandelt werden könne, hieß es.