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Kuba: Gefangener tot in Zelle in Guantánamo gefunden ++ Russland: Gorbatschow kritisiert Urteil gegen Punkband Pussy Riot ++ Türkei: Prozess gegen mehr als 30 Journalisten

Gefangener tot in Zelle in Guantánamo gefunden

Im US-Lager Guantánamo Bay ist ein Gefangener tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Wie der „Miami Herald“ unter Berufung auf einen US-Militärsprecher berichtete, wird die Todesursache noch untersucht. Name und Herkunft des Mannes wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Es ist der neunte Terrorverdächtige, der in dem Lager gestorben ist, seit es im Januar 2002 geöffnet wurde. Sechs der Männer begingen dem US-Militär zufolge Selbstmord, der Tod der beiden anderen hatte natürliche Ursachen. Der Gefangene wurde nach Angaben der Zeitung bereits am Sonnabend während einer Routinekontrolle aufgefunden. In Guantánamo Bay werden noch 167 Terrorverdächtige festgehalten.

Gorbatschow kritisiert Urteil gegen Punkband Pussy Riot

Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow hat das Urteil gegen drei Mitglieder der Punkband Pussy Riot zu je zwei Jahren Haft als „ungerechtfertigt“ kritisiert. Das Punkgebet der jungen Frauen gegen Kreml-Chef Wladimir Putin in einer Kirche hätte mit einem „ernsthaften Gespräch“ geklärt werden können, sagte der Ex-Sowjetpräsident der Schweizer Zeitung „Le Temps“. Ein Moskauer Gericht gab derweil bekannt, dass der Einspruch gegen das international kritisierte Urteil wegen Rowdytums aus religiösem Hass am 1. Oktober verhandelt werde. Die Verteidigung hofft weiter auf eine Freilassung.

Prozess gegen mehr als 30 Journalisten

36 Reporter müssen sich vor einem Gericht in Istanbul gegen den Vorwurf verteidigen, die verbotene Kurdische Arbeiterpartei (PKK) unterstützt zu haben. Sie gehörten zu einer Gruppe von insgesamt 44 Angeklagten, die in dem Verfahren vor Gericht gestellt worden seien, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten auch Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation vor. Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen kritisiert den Prozess.