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Norwegen: Jungsozialisten machen keine Sommerlager mehr auf Utøya ++ Türkei: Militär geht gegen Kurdische Arbeiterpartei vor ++ Iran: Europa fordert im Atomstreit "substanzielle Angebote" ++ Russland: Putin will am asiatischen Pazifik Führungsrolle ++ Großbritannien: Anglikanische Kirche gegen Erlaubnis der Sterbehilfe

Jungsozialisten machen keine Sommerlager mehr auf Utøya

Norwegens Jungsozialisten wollen ihre traditionellen Ferienlager nicht mehr auf der kleinen Fjordinsel Utøya abhalten. Dort waren im Sommer 2011 bei einem Massaker 69 Menschen von Anders Behring Breivik ermordet worden. Wie der Vorsitzende der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, Eskil Pedersen, ankündigte, soll die Insel stark umgestaltet als Begegnungsstätte "für kommende Generationen" genutzt werden.

Militär geht gegen Kurdische Arbeiterpartei vor

18 Rebellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) hat das türkische Militär bei einer groß angelegten Offensive im Osten des Landes getötet. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, kam bei den Kämpfen in der Provinz Sirnak auch ein Soldat ums Leben. Das türkische Militär reagiert mit der Offensive auf einen Angriff der PKK am vergangenen Sonntag. Dabei waren zehn Soldaten und Polizisten getötet und acht weitere verletzt worden.

Europa fordert im Atomstreit "substanzielle Angebote"

Im Konflikt um das umstrittene iranische Atomprogramm wächst die Ungeduld der Europäischen Union mit Teheran. Der britische Außenminister William Hague forderte weitere Sanktionen gegen den Iran. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) mahnte "substanzielle Angebote" der iranischen Führung an. "Es ist notwendig, den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Sanktionen zu verschärfen."

Putin will am asiatischen Pazifik Führungsrolle

Kreml-Chef Wladimir Putin hat für Russland eine starke Führungsrolle im asiatisch-pazifischen Raum beansprucht. Die Energiegroßmacht strebe in der boomenden Region deutlich mehr Einfluss an, sagte er bei einem Treffen des Wirtschaftsforums Apec. Im Entwurf einer Abschlusserklärung bringen die 21 Apec-Mitglieder ihre Sorge über die Euro-Krise zum Ausdruck, die auch ein Problem sei für den asiatisch-pazifischen Raum

Anglikanische Kirche gegen Erlaubnis der Sterbehilfe

Auch in Großbritannien wird über Sterbehilfe debattiert. Der nationale Berater der anglikanischen Kirche von England, Pastor Brendan McCarthy, empfiehlt, das bestehende Gesetz zur Hilfe bei Selbsttötung nicht zu ändern. Die Tatsache, dass in England jedes Jahr 300.000 ältere Menschen misshandelt würden, sollte jeden deutlich vor den Gefahren der Schaffung neuer Missbrauchsbereiche warnen, schreibt McCarthy.