Ranking

Brandenburg ist dynamischer als Berlin

Die ostdeutschen Bundesländer haben sich einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren am dynamischsten entwickelt.

- Sie belegen bei einem Ranking mit Niedersachsen die ersten sieben Plätze. "So hat die Arbeitslosenquote in der Zeit von 2008 bis 2011 in allen fünf ostdeutschen Flächenländern sich stark verbessert", sagte der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), Hubertus Pellengahr.

Trotzdem lägen Wirtschaftsleistung und Einkommen noch deutlich unter dem Niveau des Westens.

Die Studie des Kölner Instituts IW Consult stammt von der arbeitgeberfinanzierten INSM und der Zeitschrift "Wirtschaftswoche".

Brandenburg belegt zum dritten Mal Platz eins. Der Anteil der Erwerbstätigen stieg um 4,7 Prozentpunkte. "Brandenburg profitiert eben sehr stark vom Speckgürtel", erläuterte Pellengahr mit Blick auf Berlin. Zudem habe das Land gute Universitäten und sei ein Tourismusstandort.

Berlin liegt auf Platz drei bei der Dynamik. Das zeigt jedoch auch die Grenzen der Aussagekraft dieses Indikators an. Denn beim absoluten Niveau von Wirtschaftskraft und Wohlstand belegt Berlin allerdings den Schlussplatz. Grund ist auch die hohe Arbeitslosigkeit. Zudem sei die Stadt nicht den Anforderungen einer Hauptstadt gewachsen, wie man an den Problemen beim neuen Flughafen sehe, sagte Pellengahr. "Das Image strahlt eben nicht aus, dass hier ein professionelles Hauptstadt-Management am Werk ist, das auch große Projekte stemmen kann."

Stärken sieht die Studie dagegen beim Anteil von Hochschulabsolventen an allen Beschäftigten, dem Zuzug von Einwohnern und der Exportquote der Industrie.