Farc

Keine Waffenruhe in Kolumbien für Friedensgespräche

Die kolumbianische Regierung lehnt eine Waffenruhe während der bevorstehenden Friedensgespräche mit der linksgerichteten Farc-Guerilla kategorisch ab.

- "Bis wir zu einer abschließenden Einigung gekommen sind, wird es so etwas nicht geben", betonte Präsident Juan Manuel Santos. Die Militäreinsätze gegen die Rebellen würden auch während des Friedensprozesses unvermindert fortgesetzt. Dieser soll nach Angaben der Farc am 8. Oktober in Oslo beginnen und kurz darauf in die kubanische Hauptstadt Havanna verlegt werden.

Auch in den vergangenen Tagen waren Farc-Kämpfer bei Gefechten getötet worden. Die marxistischen Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) hatten in Havanna einen beiderseitigen Waffenstillstand mit Beginn der Gespräche vorgeschlagen. Die Rebellen wollen zudem einen derzeit in den USA inhaftierten Farc-Kämpfer als Unterhändler dabeihaben. Er war nach seiner Festnahme 2004 an die USA ausgeliefert und dort wegen der Entführung von drei US-Bürgern zu 60 Jahren Haft verurteilt worden.

Die Guerilla erläuterte nicht, ob Palmera persönlich oder per Videokonferenz an den Verhandlungen teilnehmen soll. Präsident Santos appellierte an die Farc, "realistisch" zu sein. In seinen Gesprächen mit US-Präsident Barack Obama über den Friedensprozess habe eine Freilassung von Rebellen nicht zur Debatte gestanden. Der fast 50 Jahre alte Konflikt hat bislang mehr als 200.000 Menschen das Leben gekostet. Frühere Friedensprozesse scheiterten.