Finanzen

So wollen die Politiker den Euro retten

Euro-Bonds, Sparkurs: die wichtigsten Positionen

Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, hat ein Ziel: Die Gemeinschaftswährung zu erhalten – zu jedem Preis. Damit liegt er auf einer Linie mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker.

Francois Hollande, französischer Präsident, hat einen schwierigen Start ins Amt. Frankreich droht die vereinbarte Defizitgrenze 2013 zu reißen. 33 Milliarden Euro muss das Land einsparen. Doch Hollande scheint entschlossen und wirbt für den Fiskalpakt.

Jean-Claude Juncker, Regierungschef von Luxemburg und Euro-Gruppen-Chef, ist einer der größten Fürsprecher, wenn es darum geht, die Euro-Zone beisammen zu halten. Er ist stabilitätsorientiert. Jedoch schreckt er nicht vor Euro-Bonds zurück.

Mariano Rajoy, spanischer Premierminister, steht das Wasser bis zum Hals. Er hofft auf Euro-Bonds, und sieht die EZB als Instrument, um Madrid von der drückenden Zinslast zu befreien. Die Begriffe Auflage und Bedingung verwendet er nicht.

Antonis Samaras, griechischer Premierminister, ist für die anderen EU-Politiker schwer einzuschätzen. Vor seiner Wahl kritisierte er, die Sparvorgaben zerstörten die Wirtschaft. Jetzt jedoch will er das Land auf eine gesündere wirtschaftliche Basis stellen.

Wolfgang Schäuble, der deutsche Finanzminister, gilt als überzeugtester Europäer im Kabinett Merkel. Er ist bereit für ein geeintes Europa einen hohen Preis zu zahlen. Die Währungsunion soll durch eine politische Union ergänzt werden.

Jens Weidmann, Bundesbankpräsident, kämpft vehement gegen den Aufkauf von Staatsanleihen angeschlagener Länder. Dafür soll er mit Rücktritt gedroht haben. Politische eher isoliert, steht die Mehrheit der Deutschen auf seiner Seite.