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Großbritannien: Chefredakteurin wegen Abhörskandal vor Gericht ++ Nordirland: Polizisten in Nordirland bei Zusammenstößen verletzt ++ Türkei: Mindestens zehn Tote bei Angriffen kurdischer Rebellen ++ Pakistan: Christin weiter in Haft wegen Blasphemie-Vorwurfs

Chefredakteurin wegen Abhörskandal vor Gericht

Die frühere Chefredakteurin der britischen Boulevardzeitung "News of the World", Rebekah Brooks, ist am Montag in der Abhöraffäre vor einem Londoner Gericht erschienen. In der kurzen Anhörung bestätigte die 44-jährige Vertraute des Medienunternehmers Robert Murdoch lediglich persönliche Daten. Brooks wird vorgeworfen, Reporter hätten unter ihrer Leitung die Mailboxen von bis zu 600 Prominenten, Politikern und Gewaltopfern abgehört, darunter die Mailbox eines ermordeten Mädchens. Brooks drohen zwei Jahre Haft.

Polizisten in Nordirland bei Zusammenstößen verletzt

In Nordirland sind bei Zusammenstößen zwischen katholischen Republikanern und probritischen Protestanten nach Angaben der Polizei 47 Beamte verletzt worden. Die Protestanten, die für den Verbleib Nordirlands in Großbritannien eintreten, hatten in Belfast einen Marsch katholischer Republikaner, die für den Anschluss an Irland demonstrierten, zu stören versucht. Als Polizisten die Gruppen trennen wollten, wurden sie von beiden Seiten mit Steinen und Molotowcocktails beworfen. Nordirland war jahrzehntelang Schauplatz blutiger Unruhen, bevor 1998 weitgehend Ruhe einkehrte.

Mindestens zehn Tote bei Angriffen kurdischer Rebellen

Bei Angriffen kurdischer Rebellen auf türkische Militärposten nahe der irakischen Grenze sind nach Regierungsangaben mindestens zehn Sicherheitskräfte getötet worden. Bei Gefechten nach dem Angriff am Sonntagabend seien auch mehrere Extremisten ums Leben gekommen, so der Gouverneur der Provinz Sirnak. In den vergangenen Monaten haben die Angriffe im Südosten der Türkei zugenommen, unter anderem an der syrischen Grenze. Die türkische Regierung fürchtet, dass die Rebellen das Chaos im Nachbarland ausnutzen.

Christin weiter in Haft wegen Blasphemie-Vorwurfs

In Pakistan bleibt die wegen Gotteslästerung angeklagte junge Christin Rimsha nach zweieinhalb Wochen Haft weiter im Gefängnis. Eine Anhörung zu ihrer Freilassung am Montag verschob der Richter wegen eines Rechtsanwaltsstreiks. Rimsha soll unter 14 Jahren alt sein und mit einer genetischen Störung, dem Down-Syndrom, geboren sein. Sie soll ein Buch mit Koranversen verbrannt haben. Am Sonnabend hatte die Polizei den islamischen Geistlichen festgenommen, der das Verfahren ins Rollen brachte. Er steht jetzt unter Verdacht, gefälschte Beweisstücke vorgelegt zu haben.