US-Wahlkampf

Obama erwartet Schmutzkampagne der Republikaner

Für US-Präsident Barack Obama hat die bislang wichtigste Woche im Kampf um eine zweite Amtszeit begonnen.

- Mit einem öffentlichkeitswirksamen Parteitag in Charlotte (North Carolina) wollen seine Demokraten von Dienstag an die US-Bürger zur Wiederwahl des 51-Jährigen bewegen. Hochkarätige Redner sollen Obama den Rücken stärken, darunter die Ex-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton. Am Mittwoch wird der Amtsinhaber formell als Kandidat für die Wahl am 6. November nominiert. Die Demokraten wollen sich gegen Vorwürfe wehren, Obama habe Wahlversprechen gebrochen und der Wirtschaft geschadet. Romney hatte vergangene Woche bei dem Parteitag der Republikaner versprochen, die Arbeitslosigkeit zu halbieren. Der Amtsinhaber ist unter Druck - die Arbeitslosigkeit stagniert seit 42 Monaten bei über acht Prozent.

Auf seiner Wahlkampftour durch heiß umkämpfte Bundesstaaten verteidigte Obama am Sonntag und Montag vor allem seine Gesundheitsreform. Romney habe versprochen, an seinem ersten Tag im Amt einen Stift zu nehmen und "Obamacare" zurückzunehmen, sagte er an der Universität von Colorado. "Er würde damit Millionen Amerikanern mit gesundheitlichen Problemen die Hoffnung nehmen." Außerdem stimmte Obama seine Anhänger auf harte Angriffe der Republikaner ein. "Die andere Seite wird mehr Geld ausgeben, als wir jemals gesehen haben, eine Lawine an negativen Werbespots und Beleidigungen auslösen und sich einfach Sachen ausdenken", sagte Obama.

In Umfragen liegt Obama mehr oder weniger knapp vor Romney.