Arbeitsgruppe

Syrische Opposition berät heute in Berlin über Neuanfang

Vor dem Treffen syrischer Oppositioneller am heutigen Dienstag im Auswärtigen Amt hat sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) für einen "politischen und wirtschaftlichen Neuanfang" in Syrien nach dem Abgang von Präsident Assad ausgesprochen.

- Die Arbeitsgruppe unter Vorsitz Deutschlands und der Vereinigten Arabischen Emirate, die sich dem wirtschaftlichen Wiederaufbau und der Entwicklung des Landes widme, nannte Westerwelle ein "ganz wichtiges Projekt für die Zeit nach Assad".

Zu dem Treffen werden Oppositionelle wie der Chef des syrischen Nationalrats, Abdel Basset Sajda, und Basma Kodmani vom Syrischen Wirtschaftsforum ebenso erwartet wie der langjährige Aktivist Riad Seif. Das Treffen ist Teil der Bemühungen der sogenannten Freundesgruppe des syrischen Volkes, Lösungen für Syrien zu finden. An der Arbeitsgruppe beteiligen sich etwa 60 Delegationen. Deutschland richtete in Berlin ein Sekretariat zur Unterstützung der Arbeitsgruppe ein. Wie aus dem Auswärtigen Amt zu hören war, übernahm die Bundesregierung die Anschubfinanzierung für das Sekretariat bis zu 600.000 Euro für sechs Monate. In der vergangenen Woche hatten syrische Oppositionelle bereits einen Bericht dazu vorgelegt, wie ein friedlicher Übergang erreicht werden kann. Er war unter dem Dach der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik erarbeitet worden.