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Jemen: Neun tote Zivilisten bei Luftangriff ++ Somalia: Reeder fordern zügige Bewaffnung deutscher Schiffe ++ Iran/Nordkorea: Technologie-Abkommen zu Atomwaffen unterzeichnet ++ Bosnien-Herzegowina: Serbenführer Dodik sagt Ende von Bosnien voraus

Neun tote Zivilisten bei Luftangriff

Bei einem Luftangriff sind nach örtlichen Medienberichten im Zentraljemen neun Zivilisten in einem Auto getötet worden. Nach Informationen der unabhängigen Internetseite Mareb Press starben sieben Männer und zwei Frauen. Die neun seien am Sonntag möglicherweise Opfer einer Verwechselung geworden, da in der Gegend auch ein gesuchter Extremist in einem Auto unterwegs gewesen sei, hieß es weiter. Unklar war, ob der Luftangriff von einer unbemannten US-Drohne geflogen worden war.

Reeder fordern zügige Bewaffnung deutscher Schiffe

Aus Sorge vor weiteren Piratenüberfällen, insbesondere am Horn von Afrika und im Golf von Guinea, haben die deutschen Reeder den Bundestag aufgefordert, zügig die Bewaffnung von Handelsschiffen zu erlauben. Dann könnten die Reeder im Januar zügig die Zulassung beantragen, so Ralf Nagel vom Verband Deutscher Reeder in der "Wirtschaftswoche". Die Bundesregierung hatte einen Gesetzentwurf vorgestellt, der es privaten Sicherheitskräften erlaubt, Gewehre und halb automatische Waffen einzusetzen. Nagel zufolge ist Bewaffnung effektives Abwehrmittel. Noch nie sei ein Schiff gekapert worden, das bewaffnete Kräfte hatte.

Technologie-Abkommen zu Atomwaffen unterzeichnet

Die Staatschefs des Iran und Nordkoreas haben beim Gipfel blockfreier Staaten in Teheran ein Abkommen zur Stärkung der Kooperation in Technologie, Bildung und Wissenschaft unterzeichnet. Nordkoreas Vertreter Kim Young Nam und Mahmud Ahmadinedschad wollen zudem ihre Zusammenarbeit "im Kampf gegen den Imperialismus und die USA" verstärken, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Wegen ihrer Atomprogramme unterliegen beide Staaten internationalen Sanktionen. Während Nordkorea bereits im Besitz von Atomwaffen ist, wird der Iran verdächtigt, am Bau einer Atombombe zu arbeiten.

Serbenführer Dodik sagt Ende von Bosnien voraus

Der bosnische Serbenführer Milorad Dodik hat klarer denn je das Ende des Staates Bosnien-Herzegowina vorausgesagt. Bosnien beweise täglich eine chronische Unfähigkeit zu existieren, zitieren Medien in Banja Luka den Präsidenten der serbischen Landeshälfte. Es sei nicht die Frage, ob das Land bestehen könne, als vielmehr, wie man sicherstelle, dass beide Landesteile friedlich auseinandergehen, so Dodik. Seit Jahren drohen die bosnischen Serben, sich abzuspalten und Serbien anzugliedern.