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Pakistan: Taliban veröffentlichen Video mit enthaupteten Soldaten ++ Ägypten: Terrorist auf dem Sinai festgenommen ++ USA: Barack Obama fordert "Nationenbildung" ++ Mali: Islamistische Rebellen erobern weitere Stadt ++ Mexiko: Wahlgericht segnet Rückkehr der Revolutionspartei ab ++ Kongo: Außenminister fordert mehr UN-Blauhelme

Taliban veröffentlichen Video mit enthaupteten Soldaten

Die Taliban haben ein Video veröffentlicht, das Berichten zufolge mehrere abgetrennte Köpfe vermisster pakistanischer Soldaten zeigt. Seit einer Armeeoffensive im Stammesgebiet Bajaur in Pakistan in dieser Woche galten 15 Soldaten als vermisst. Ein Sprecher der Aufständischen sagte, dass alle getötet und elf von ihnen enthauptet worden seien. "Es stimmt, dass 15 Soldaten getötet worden sind", bestätigte ein Sicherheitsbeamter. Das Video kommentierte er jedoch nicht. Nach Informationen der Zeitung "Dawn" zeigt es einen mutmaßlichen Rebellenführer neben einer Reihe abgetrennter Köpfe.

Terrorist auf dem Sinai festgenommen

Die ägyptischen Sicherheitskräfte haben im Norden der Halbinsel Sinai einen mutmaßlichen Terroristen festgenommen. Der militante Islamist soll am Angriff auf ein ägyptisches Militärlager vor einem Monat beteiligt gewesen sein, bei dem 16 Soldaten erschossen worden waren, verlautete aus Sicherheitskreisen in der Provinzhauptstadt al-Arisch. Nach der Bluttat nahe der Grenzstadt Rafah war das ägyptische Militär mit massiven Kräften gegen Militante vorgegangen, die sich in dem oft schwer zugänglichen Terrain des Sinai verstecken. Dabei waren elf Extremisten getötet worden.

Barack Obama fordert "Nationenbildung"

Zum zweiten Jahrestag der Beendigung des Irak-Krieges hat US-Präsident Barack Obama seine Landsleute dazu aufgerufen, die eigene Nation wieder aufzubauen. Am Ende eines "Jahrzehnts der Kriege" sei es an der Zeit, nun zu Hause "Nationenbildung" zu betreiben, sagte Obama. Der Begriff des "nation-building" bezieht sich eigentlich auf den Aufbau neuer Strukturen in Ländern, die von Krieg und wirtschaftlichem Zerfall verwüstet wurden. Es gehe darum, jenes Land zu entwickeln, für dessen Ideale die US-Soldaten im Ausland gekämpft hätten, sagte Obama.

Islamistische Rebellen erobern weitere Stadt

In Mali haben islamistische Rebellen die Stadt Douentza erobert. Kämpfer der Bewegung Mujao hätten die Stadt gestürmt und die säkular gesinnte Gandakoy-Miliz zur Aufgabe gezwungen, teilten die Extremisten mit. Die Angaben wurden von Bewohnern telefonisch bestätigt. Douentza liegt etwa 200 Kilometer nordöstlich der Stadt Mopti, die noch von den Streitkräften des Landes gehalten wird. Die Islamisten konnten zuletzt ihre Machtbasis im Norden ausbauen und rücken immer weiter in das südliche Mali vor.

Wahlgericht segnet Rückkehr der Revolutionspartei ab

Das Oberste Wahlgericht Mexikos hat den Sieg Enrique Peña Nietos bei der Präsidentenwahl bestätigt. Damit steht der Vereidigung Nietos nichts mehr im Wege. Die Abstimmung vom 1. Juli ist von Manipulationsvorwürfen überschattet gewesen. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die Mexiko von 1929 bis 2000 im Alleingang autoritär regierte, wieder an die Macht kommt. Der unterlegene linksgerichtete Kandidat Andrés Manuel López Obrador erkennt den Sieg der PRI weiterhin nicht an.

Außenminister fordert mehr UN-Blauhelme

Die kongolesische Regierung will eine Stärkung des Mandats der UN-Friedenstruppe in ihrem Land, das die "Neutralisierung" von Rebellengruppen erlauben würde. Außenminister Raymond Tshibanda N'tunga Mulongo sagte in New York, er habe im Sicherheitsrat auch dafür geworben, dass die UN-Blauhelme die Grenze zu Ruanda überwachen. Der Konflikt ist eine Folge des Völkermords in Ruanda 1994. Im Osten Kongos sind immer noch Milizen aktiv, die an dem Völkermord beteiligt waren.