Republikaner

Romney-Nominierung: Start für heiße Phase des US-Wahlkampfs

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA beginnt die heiße Phase: Der Republikaner Mitt Romney wird im November gegen Amtsinhaber Barack Obama antreten.

- Der Parteitag der Republikaner in Tampa in Florida nominierte den 65 Jahre alten Ex-Gouverneur am Dienstagabend (MESZ) offiziell zum Kandidaten.

Bei der Abstimmung auf der "Convention" hoben die Delegierten aus dem Bundesstaat New Jersey Romney über die erforderliche Hürde von 1144 Stimmen. Formal gilt er nach Angaben der republikanischen Partei erst als Kandidat, wenn er die Nominierung in seiner Rede zum Abschluss des Parteikonvents am Donnerstag annimmt.

Die Aufmerksamkeit musste sich Romney aber mit dem heftigen Tropensturm "Isaac" teilen. Das Flugzeug mit ihm und seiner Frau Ann an Bord landete um 11.08 Uhr (Ortszeit, 17.08 Uhr MESZ) auf dem Flughafen von Tampa.

Hinter Romney liegen 15 Monate parteiinterner Wahlkampf. Der Republikaner hatte Anfang Juni 2011 erklärt, dass er sich um das Präsidentenamt bewirbt. In monatelangen Vorwahlen setzte er sich gegen rund ein Dutzend parteiinterner Kontrahenten durch. Die meisten hatten im Verlauf des Rennens aufgegeben.

Am Ausgang der Abstimmung bestanden keine Zweifel, weil Romney in den Vorwahlen von Januar bis Juni die nötige Delegiertenmehrheit gewonnen hatte.

Der Parteitag bietet Romney eine Bühne, sich gut zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl unentschlossenen Wählern zu präsentieren. In den vergangenen Tagen hatte sich der frühere Gouverneur und Finanzinvestor in seinem Ferienhaus in New Hampshire auf die live im Fernsehen übertragene Rede vorbereitet. Die Republikaner hatten den Parteitag am Montag symbolisch eröffnet und unverzüglich um 24 Stunden vertagt. Die Parteiführung hatte die Verschiebung vor dem Hintergrund des Tropensturms "Isaac" beschlossen, der die Gegend um Tampa jedoch schließlich nur streifte.