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Nigeria: Regierung beginnt Gespräche mit Islamisten-Sekte ++ Libyen: Innenminister tritt nach wachsender Kritik zurück ++ Birma: Haftstrafen wegen ethnischer Unruhen für UN-Mitarbeiter ++ Griechenland: Migrant brutal durch Straßen geschleift

Regierung beginnt Gespräche mit Islamisten-Sekte

Die nigerianische Regierung hat informelle Gespräche mit der radikal-islamischen Sekte Boko Haram aufgenommen. Der Dialog solle dazu beitragen, die Ziele der Gruppe besser zu verstehen und das Problem an der Wurzel zu packen, sagte am Montag Regierungssprecher Reuben Abati. Die Sekte verübt seit Monaten verheerende Anschläge im Norden des Landes. Die Attacken richteten sich vorwiegend gegen Christen, aber auch gegen Polizeistationen und Lokale, in denen Alkohol ausgeschenkt wird. Ziel der "nigerianischen Taliban" ist es, aus dem westafrikanischen Land einen streng islamischen Gottesstaat zu machen.

Innenminister tritt nach wachsender Kritik zurück

Der libysche Innenminister Fausi Abdel Al ist laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Lana nach heftiger Kritik am Verhalten der Sicherheitskräfte bei Angriffen auf Sufi-Schreine im Land zurückgetreten. Der Minister habe am Sonntag seinen Rücktritt bei Ministerpräsident Abdurrahim al-Keib eingereicht, hieß es. Tags zuvor hatten Angreifer in Tripolis einen Sufi-Schrein niedergerissen und eine Moschee angegriffen, während Sicherheitskräfte nur zusahen.

Haftstrafen wegen ethnischer Unruhen für UN-Mitarbeiter

In Birma sind drei UN-Mitarbeiter zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, weil sie an den jüngsten ethnischen Unruhen im westlichen Bundesstaat Rakhine beteiligt gewesen sein sollen. Zwei Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR seien zu sechs beziehungsweise drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, teilte ein Regierungsvertreter am Montag in Rangun mit. Ein Mitarbeiter des Welternährungsprogramms (WFP) habe eine zweijährige Haftstrafe erhalten. Der Regierungsvertreter stellte allerdings in Aussicht, dass die UN-Mitarbeiter vom Präsidenten begnadigt werden könnten.

Migrant brutal durch Straßen geschleift

Ein rassistischer Übergriff auf einen Migranten schockt die Menschen in der Kleinstadt Nea Manolada auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Zwei Männer klemmten demnach den Kopf eines Ägypters nach einem Streit im Seitenfenster ihres Wagens ein und schleiften den Mann fast einen Kilometer durch die Straßen. Die Polizei bestätigte am Montag den Zwischenfall und sprach von einem rassistischen Hintergrund. In Griechenland war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Übergriffen mit rassistischem Hintergrund gekommen.