Kinofilm

Kritische Doku über Obama: Großer Erfolg an den US-Kinokassen

Mitten im Wahlkampf hat eine kritische Dokumentation über US-Präsident Barack Obama den Sprung in die Top Ten der amerikanischen Kinocharts geschafft.

- Der Film "2016: Obama's America", der am vergangenen Wochenende landesweit Premiere hatte, spielte 6,2 Millionen Dollar ein und erreichte damit Platz acht der Bestenliste, die von Sylvester Stallones "The Expendables 2" mit 18,5 Millionen Dollar angeführt wurde.

Es ist extrem selten, dass eine Dokumentation in die Top Ten gelangt, aber der August bietet kleineren Filmen viele Möglichkeiten", sagte der Analyst Paul Dergarabedian von Hollywood.com. "Und dann ist da noch die Tatsache, dass es sich um einen sehr konservativen Film handelt." Normalerweise spielten die liberalen Dokumentationen das Geld ein.

"2016: Obama's America" ist eine harsche konservative Kritik an der Politik des amtierenden Präsidenten, der derzeit um seine Wiederwahl kämpft. In dem Film wird ein Bild entworfen, wie die USA in vier Jahren aussehen könnten, wenn Obama weiter an der Macht bleibt.

Insgesamt hat der Film, der auf dem Buch "The Roots of Obama's Rage" von Dinesh D'Souza basiert, in den USA 9,1 Millionen Dollar eingespielt. Bisher machten Konservative den größten Teil des Publikums aus, sagte D'Souza. Wie bei "Fahrenheit 9/11" von Michael Moore, der auch viele Konservative neugierig machte, könnte umgekehrt auch sein Film linksgerichtete Wähler anziehen. "Die Menschen hungern nach neuen Informationen über Obama", sagte er.

( dapd )