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Beschneidungen: Gesetz könnte sich verzögern ++ Gedenken: Tausende Rostocker demonstrieren für Toleranz ++ Früherer SED-Chef: Honecker soll in Santiago begraben sein

Gesetz könnte sich verzögern

In der Diskussion um die rituelle Beschneidung von Jungen mehrten sich Zweifel an einer schnellen gesetzlichen Lösung. Politiker von FDP und SPD gingen am Sonnabend nicht davon aus, dass noch in diesem Jahr ein Beschneidungsgesetz beschlossen wird. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, sagte im "Focus", es komme aber auch nicht darauf an, "ob das Gesetz in diesem Jahr oder im Januar, Februar 2013" verabschiedet werde. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte vor wenigen Tagen bekräftigt, noch im Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen.

Tausende Rostocker demonstrieren für Toleranz

5000 Menschen haben in Rostock an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen vor 20 Jahren erinnert. Vor dem sogenannten Sonnenblumenhaus im Stadtteil Lichtenhagen, dem damaligen Schauplatz der schweren Krawalle, demonstrierten die aus vielen Teilen Deutschlands angereisten Teilnehmer für Toleranz und Mitmenschlichkeit, sie forderten Änderungen der Asylgesetze. Initiatoren einer Kundgebung brachten auch eine Gedenktafel am Rathaus an, deren Inhalt aber umstritten ist. Zur zentralen Gedenkveranstaltung am Sonntag wird auch der in Rostock geborene Bundespräsident Joachim Gauck erwartet.

Honecker soll in Santiago begraben sein

Der frühere SED-Chef und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker, soll nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung in Santiago de Chile begraben sein. Das Blatt beruft sich auf dessen Enkel Roberto Yanez, der sich zum 100. Geburtstag seines Großvaters geäußert hatte. Bislang hatte es geheißen, dass Honeckers Witwe Margot dessen Urne in ihrer Wohnung in der chilenischen Hauptstadt aufbewahre. Der kranke Honecker war 1994 im Exil in Chile gestorben.