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USA: Obama wirft Romney "extreme Positionen" vor ++ Großbritannien: Neue Gespräche mit Ecuador zum Fall Julian Assange ++ Gambia: Erstmals seit 27 Jahren wieder Hinrichtungen ++ Libyen: Islamisten zerstören heilige Grabstätten ++ Mexiko: Bundespolizei schießt auf Mitarbeiter von US-Botschaft

Obama wirft Romney "extreme Positionen" vor

US-Präsident Barack Obama sieht seinen designierten Herausforderer Mitt Romney mit Blick auf wirtschaftliche und soziale Fragen in "extremen Positionen" gefangen. Diese würde Romney im Fall eines Wahlsiegs auch umsetzen, sagte Obama. Romney mangele es an ernsthaften Ideen, und er weigere sich einzugestehen, welche Verantwortung das von ihm angestrebte Präsidentenamt mit sich bringe. Romney arbeite mit faktisch unehrlichen Argumenten, die ihn in den geplanten Fernsehduellen noch einholen könnten, sagte Obama.

Neue Gespräche mit Ecuador zum Fall Julian Assange

Bewegung im diplomatischen Streit um Wikileaks-Gründer Julian Assange: Nach tagelanger Missstimmung wollen Ecuador und Großbritannien wieder miteinander sprechen und versuchen, eine Lösung zu finden. Das südamerikanische Land hatte Assange nach seiner Flucht in die Botschaft in London Asyl gewährt. Ecuadors Staatschef Rafael Correa erklärte, Großbritannien habe in einer formellen Note mitgeteilt, dass es die Wiener Konvention über die Unantastbarkeit der diplomatischen Vertretungen respektiere. Dies sei ein willkommener Startpunkt für neue Gespräche dar.

Erstmals seit 27 Jahren wieder Hinrichtungen

9 verurteilte Straftäter sind offenbar im westafrikanischen Gambia hingerichtet worden. Es wäre das erste Mal seit 27 Jahren, dass wieder die Todesstrafe exekutiert wurde. Es gebe glaubwürdige Berichte, dass acht Männer und eine Frau in der Nacht zum Samstag aus ihren Zellen gebracht und exekutiert worden seien, erklärte Amnesty International. Die Hinrichtungen seien die ersten in Gambia seit 1987.

Islamisten zerstören heilige Grabstätten

Radikale Islamisten haben in der libyschen Hauptstadt Tripolis und in der Stadt Sliten zwei heilige Grabstätten zerstört. Zudem wurde bekannt, dass in Sliten bei tagelangen Gefechten mindestens drei Menschen starben. In Tripolis feuerten Islamisten auf das Mausoleum von Al-Schaab al-Dahmani. Die Pilgerstätte wurde teilweise zerstört. Auch im 160 Kilometer östlich von Tripolis gelegenen Sliten wurde ein Heiligtum durch muslimische Fundamentalisten zerstört.

Bundespolizei schießt auf Mitarbeiter von US-Botschaft

Auf der Jagd nach Kriminellen hat die mexikanische Bundespolizei zwei Mitarbeiter der US-Botschaft und einen einheimischen Soldaten angeschossen. Die Opfer des Vorfalls im Süden der Hauptstadt Mexiko-Stadt schwebten nach dem Angriff vom Freitag nicht in Lebensgefahr, bestätigten beide Seiten. Nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums ereignete sich der Vorfall auf einer Schnellstraße in Mexiko-Stadt. Zuvor wurde der Botschaftswagen demnach von einem Polizeifahrzeug auf einer abgelegenen Straße verfolgt, woraufhin es eine Verfolgungsjagd gegeben habe.