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PolitikNews II

Chile: 140 Festnahmen bei Schülerdemonstrationen ++ Russland: Greenpeace besetzt Ölplattform in der Arktis ++ Ägypten: Protestaktion gegen Muslimbrüder in Kairo ++ USA: Romney preist Steueroasen für Unternehmen

140 Festnahmen bei Schülerdemonstrationen

Bei Schülerdemonstrationen in Santiago de Chile sind am Donnerstagabend (Ortszeit) 140 Menschen festgenommen worden. Die meisten seien Minderjährige, teilte die Stadtverwaltung mit. Es habe Sachschäden und mehrere verletzte Polizisten gegeben. Unter den Polizeikräften wurden 18 Verletzte gezählt, drei von ihnen mit verschiedenen Knochenbrüchen, berichtete der Rundfunksender Radio Cooperativa. Die Schüler waren in der chilenischen Hauptstadt auf die Straßen gegangen, um unter anderem gegen die hohen Schul- und Studiengebühren zu protestieren.

Greenpeace besetzt Ölplattform in der Arktis

Aus Protest gegen geplante Öl- und Gasbohrungen des russischen Energieriesen Gazprom haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace am Freitag eine Ölplattform des Konzerns in der Arktis besetzt. Gazprom wolle ohne Genehmigung bohren, twitterte Greenpeace-Chef Kumi Naidoo vor Ort. Nach Angaben der Organisation legten die Aktivisten den Betrieb der Plattform lahm, was Gazprom dementierte. Dem Energiekonzern zufolge lehnten die Aktivisten ein Gesprächsangebot ab. Das Gazprom-Projekt soll im kommenden Jahr in der Arktis beginnen.

Protestaktion gegen Muslimbrüder in Kairo

Anhänger und Gegner der Muslimbruderschaft sind am Freitag auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo mit Fäusten und Messern aufeinander losgegangen. Nach Angaben von Reportern vor Ort wurde jedoch niemand ernsthaft verletzt. Gegner der Islamisten, die inzwischen den Präsidenten stellen und die größte Fraktion im Parlament bilden, hatten zu Kundgebungen unter dem Motto "Nieder mit der Muslimbruderschaft" aufgerufen.

Romney preist Steueroasen für Unternehmen

Mit Kommentaren über die segensreiche Wirkung von Steueroasen hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney die Debatte über sein eigenes Vermögen vor dem Nominierungsparteitag erneut angefacht. Den Großkonzernen gehe es gut, unter anderem deshalb, weil es noch immer Steueroasen gebe, in denen sich die Unternehmen der Abgabenlast entziehen können, sagte Romney auf einer Spendengala. Dass er selbst einen Teil seines Vermögens in Steueroasen wie der Schweiz und den Kaimaninseln angelegt hat, erwähnte der Multimillionär nicht. Wegen seines Finanzgebarens war Romney immer wieder in die Kritik geraten.