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USA: FBI untersucht Nacktbad von Republikaner in Israel ++ Birma: Regierung schafft Medienzensur ab ++ Südkorea: Tochter von Ex-Diktator Park kandidiert als Präsidentin ++ Saudi-Arabien: Schiitische Kleriker warnen vor Gewalt

FBI untersucht Nacktbad von Republikaner in Israel

Das FBI untersucht nach Medieninformationen den Fall eines republikanischen US-Abgeordneten, der bei einer Israelreise nackt im See Genezareth gebadet haben soll. Wie das Online-Magazin "Politico" am Sonntag berichtete, war der aus Kansas stammende Kongressabgeordnete Kevin Yoder betrunken und unbekleidet in den See gesprungen. An dem mitternächtlichen Bad im August 2011 nahmen dem Bericht zufolge mehr als 20 Politiker teil. Einige von ihnen gaben demnach religiöse Motive an - auf dem See Genezareth soll Jesus gelaufen sein und andere Wunder vollbracht haben.

Regierung schafft Medienzensur ab

In Birma ist offiziellen Angaben zufolge die Medienzensur abgeschafft worden. Ab sofort müssten Publikationen vor ihrer Veröffentlichung nicht mehr zur Genehmigung vorgelegt werden, sagte am Montag der Chef der Behörde für Pressezensur, Tint Swe. Bislang mussten Veröffentlichungen jeder Art vorab von den Behörden genehmigt werden. Zugleich seien allerdings strikte Richtlinien verabschiedet worden, wonach Kritik am Staat weiterhin verboten bleibe, meldete die "Demokratische Stimme Birmas" auf ihrer Internetseite.

Tochter von Ex-Diktator Park kandidiert als Präsidentin

In Südkorea steht im Dezember eine spannende Präsidentschaftswahl bevor: Die 60-jährige Park Geun-hye, Tochter des langjährigen Diktators Park Chung-hee, setzte sich bei der Urwahl der konservativen Neuen Fortschrittspartei gegen vier Mitbewerber durch. Die alleinstehende Politikerin, deren Vater und Mutter bei Anschlägen ermordet wurden, wurde am Montag offiziell von der Fortschrittspartei als Nachfolgekandidatin von Präsident Lee Myung-bak aufgestellt, der laut Verfassung nicht wieder antreten darf.

Schiitische Kleriker warnen vor Gewalt

Ein Gruppe schiitischer Religionsgelehrter in Saudi-Arabien hat sich gegen jede Form der Gewalt ausgesprochen. Hintergrund des am Montag veröffentlichten Aufrufs der sieben Geistlichen sind Zusammenstöße zwischen der Polizei und schiitischen Demonstranten in der ölreichen Ostprovinz. In ihrer Erklärung hieß es: "Wir verurteilen jede Art von Gewalt und Zerstörung, die sich gegen öffentliches oder privates Eigentum richtet." Die Kleriker bekundeten außerdem ihre Loyalität mit König Abdullah.