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Gesellschaft im Umbruch

Geburtenplanung Pekings staatliche Geburtenplanung, rapide Urbanisierung und steigender Wohlstand haben die Gesellschaft schneller und fundamentaler verändert, als sich alle Planer vorstellen konnten. Den Wandel können sie im Zeitraffer von nur einer Dekade ablesen, stellte nun das Amt für Statistik Chinas im Vergleich mit 2002 fest. Der Anteil der bis zu 14-jährigen Chinesen an der Bevölkerung ist auf heute 16,5 Prozent gefallen. 2002 zählten sie noch 22,4 Prozent. Auf 10 Prozent ist die Zahl der Jungen in Metropolen wie Peking und Shanghai wegen der Ein-Kind-Politik gefallen. Im Gegenzug stieg der Anteil der Rentner über 65 Jahre auf 9,1 Prozent. 2002 waren es 7,3 Prozent.

Revolution Bevölkerungswissenschaftler sprechen von einer stillen Revolution, die das Sozialgefüge umkrempelt. Die Großfamilie ist passé. In einer Durchschnittsfamilie leben pro Haushalt heute 3,02 Personen (2002 waren es 3,39). In Großstädten sind es weit unter drei Personen. Verstädterung und Landflucht stellen auch das traditionelle Bauernreich auf den Kopf. Jeder zweite Chinese wohnt heute in einer Stadt.