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Südafrika: Ultimatum für streikende Minenarbeiter ++ Ägypten: Neuer Präsident geht gegen Zeitungen vor ++ Sudan: Regierungsmitglieder sterben bei Absturz ++ Iran: Irak hilft TeheranSanktionen zu umgehen

Ultimatum für streikende Minenarbeiter

Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in einer Platinmine in Südafrika hat der Betreiber den streikenden Arbeitern ein letztes Ultimatum gesetzt. Sollten sie nicht bis Montag ihre Arbeit wieder aufnehmen, drohe ihnen die Entlassung, sagte eine Sprecherin der Betreiberfirma Lonmin. Die Streikenden lehnten jedoch eine Rückkehr in die Mine ab, solange sie noch um die 34 Opfer des Polizeieinsatzes vom Donnerstag trauerten. Vor dem Einsatz am Donnerstag waren bereits zehn Menschen bei Gewalt zwischen zwei Gewerkschaften getötet worden, darunter zwei Polizisten.

Neuer Präsident geht gegen Zeitungen vor

Die ägyptische Staatssicherheit hat drei Chefredakteure lokaler Tageszeitungen wegen beleidigender Äußerungen über Präsident Mohammed Mursi zum Verhör einbestellt. Das meldete die Kairoer Tageszeitung "Al-Shorouk". Dem Bericht zufolge geht es unter anderem um die Formulierung, Mursi sei ein "faschistischer Präsident, der Terrorismus predigt". In einem anderen Artikel habe es geheißen, der aus der Muslimbruderschaft stammende Präsident wolle die Ägypter "in ein Zeitalter der Finsternis führen". Betroffen seien die Chefredakteure der Zeitungen "Al-Dustour", "Al-Fagr" und "Sawt al-Umma".

Regierungsmitglieder sterben bei Absturz

Beim Absturz eines Hubschraubers mit sudanesischen Regierungsbeamten an Bord sind nach staatlichen Medienberichten 32 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern waren auch der Minister für Stiftungen, Ghasi al Sadek sowie zwei Generäle und ein Fernsehteam. Al Sadek war den Angaben zufolge auf dem Weg in den Bundesstaat Südkordofan an der Grenze zum Südsudan, als der Hubschrauber kurz vor Landung in der Ortschaft Talodi gegen eine Gebirgswand prallte.

Irak hilft TeheranSanktionen zu umgehen

Der Irak hilft nach einem Bericht der "New York Times" dem Iran seit längerem, Wirtschaftssanktionen zu umgehen. In einem Fall habe sich US-Präsident Barack Obama persönlich beim irakischen Regierungschef darüber beschwert. Im Juli hatte die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen eine Bank in Bagdad verhängt. Laut US-Angaben hat die Einrichtung Transaktionen in Millionenhöhe im Auftrag von iranischen Banken vorgenommen, die im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm mit Sanktionen belegt worden sind.