Personalie

Gerangel um Schavan-Nachfolge im CDU-Vorstand

Nach dem von Bundesbildungsministerin Annette Schavan angekündigten Rückzug aus dem CDU-Bundesvorstand bahnt sich ein Gerangel um ihre Nachfolge an

- . Der baden-württembergische Landesvorsitzende Thomas Strobl meldete für seinen Landesverband wieder einen Anspruch an. Chancen werden aber auch der rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden Julia Klöckner eingeräumt, für die sich Unionsfraktionsvize Michael Fuchs starkmachte. "Ja, Klöckner muss es jetzt werden, RLP ist dran", twitterte er.

Schavan hatte angekündigt, dass sie als stellvertretende CDU-Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung stehe. 14 Jahre seien genug. Schließlich sei mit der Modernisierung der Bildungspolitik eines ihrer Kernanliegen verwirklicht worden. Mit Norbert Röttgen, Ursula von der Leyen und Volker Bouffier waren zuletzt drei Neulinge zu CDU-Vizevorsitzenden gewählt worden.

Welche vier Politiker zukünftig die Chefposten im Bundesvorstand einnehmen werden, bleibt zunächst offen. Der baden-württembergische CDU-Landeschef Thomas Strobl sagte der "Augsburger Allgemeinen", er könne es sich nur "schwer vorstellen, dass Baden-Württemberg als zweitgrößter Landesverband unter den vier stellvertretenden Parteivorsitzenden nicht vertreten ist". Die CDU-Landesverbände haben das Vorschlagsrecht für die Kandidaten. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zollte Schavan Respekt für ihre Entscheidung. "Die CDU Deutschlands hat allen Grund, ihr für eine herausragende Arbeit in der Parteispitze zu danken", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen".