Meldungen

PolitikNews II

Betrug: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Günter Wallraff ++ Vatileaks: Verteidiger: Kammerdiener "betrübt" über Vatikan-Affäre ++ Großbritannien: Wikileaks-Gründer Assange soll Asyl in Ecuador erhalten ++ Teddybären-Affäre: Auswärtiges Amt bestellt Weißrusslands Botschafter ein

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Günter Wallraff

Gegen den Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff wird nun auch wegen mutmaßlichen Prozessbetrugs ermittelt. Das teilte die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Sie hatte zuvor bereits zwei Verfahren eingeleitet, weil der Anfangsverdacht der Steuerhinterziehung und des Sozialhilfebetrugs bestand. Beim dritten Verfahren geht es nun um eine mutmaßlich gefälschte Unterschrift unter einer eidesstattlichen Versicherung. Ein früherer Mitarbeiter hatte Wallraff angezeigt.

Verteidiger: Kammerdiener "betrübt" über Vatikan-Affäre

Der angeklagte Ex-Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. ist nach Angaben seines Verteidigers betrübt über die Vorfälle in der "Vatileaks"-Affäre. Das sagte Anwalt Carlo Fusco dem Sender Tgcom24. "Paolo ist ein Mann, der nun nachdenken will. Nach der Zusammenarbeit erwartet er das Urteil", sagte er mit Blick auf den wohl im Herbst beginnenden Prozess wegen schweren Diebstahls.

Wikileaks-Gründer Assange soll Asyl in Ecuador erhalten

Die Regierung Ecuadors hat sich nach einem Bericht der britischen Zeitung "Guardian" dazu entschlossen, Wikileaks-Gründer Julian Assange politisches Asyl zu gewähren. Man sehe in dem Fall Assange eine Angelegenheit der Menschenrechte, hieß es. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa wies dies kurz darauf jedoch zurück und schrieb im Internetdienst Twitter, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei.

Auswärtiges Amt bestellt Weißrusslands Botschafter ein

Aus Protest gegen die Sanktionen gegen die schwedische Botschaft in Minsk hat das Auswärtige Amt in Berlin am Dienstag den weißrussischen Botschafter Andrei Giro einbestellt. Ihm sei "unmissverständlich deutlich gemacht" worden, dass die Schließung der schwedischen Botschaft "nicht akzeptabel" sei, teilte das Ministerium mit. Auch Litauen protestierte gegen das weißrussische Vorgehen in der sogenannten Teddybären-Affäre.