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Türkei: PKK bestätigt Entführung eines Abgeordneten ++ Syrien: Deutschland lehnt Flugverbot über Syrien strikt ab ++ Hilfswerke: Weniger Entwicklungshilfe wegen Euro-Krise ++ Turkmenistan: Zwei Melonen nach Präsidenten benannt

PKK bestätigt Entführung eines Abgeordneten

Im Konflikt zwischen kurdischen Rebellen und der Türkei haben PKK-Kämpfer erstmals einen türkischen Abgeordneten entführt. Hüseyin Aygün von der Republikanischen Volkspartei (CHP) sei am Sonntag "in Gewahrsam" genommen worden, hieß es in einer am Montag über die pro-kurdische Nachrichtenagentur Firatnews verbreiteten PKK-Erklärung. Die türkische Armee suchte mit einem Großaufgebot nach dem Entführten. Die Rebellen warnten in ihrer Erklärung, ein Eingreifen der Armee würde Aygüns Leben gefährden.

Deutschland lehnt Flugverbot über Syrien strikt ab

Deutschland hat sich gegen die von den USA und der Türkei ins Gespräch gebrachte Flugverbotszone über Syrien ausgesprochen. "Wir glauben, dass die Diskussion über ein militärisches Eingreifen die Dinge eher erschweren könnte, da das die Gefahr eines regionalen Flächenbrandes heraufbeschwören könnte", sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Montag in Berlin. Eine Flugverbotszone über Libyen hatte die Aufständischen 2011 gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi massiv unterstützt, da die Nato sie mit Kampfflugzeugen durchsetzte und auch Bodenziele angriff.

Weniger Entwicklungshilfe wegen Euro-Krise

Europa wird seine Zusagen für arme Länder nach Einschätzung von Hilfswerken nicht einhalten. "Für Entwicklungshilfe stehen künftig weniger Mittel zur Verfügung", sagte Claudia Warning, Vorstandsmitglied des Evangelischen Entwicklungsdienstes. Die Euro-Krise werde das Versprechen von Industrienationen, bis 2015 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens jährlich in Hilfsprojekte zu investieren, zunichtemachen. Es gebe europaweit den Trend, sich "leise" davon zu verabschieden, sagte Warning in Bonn.

Zwei Melonen nach Präsidenten benannt

Zu Ehren von Turkmenistans Präsident Gurbanguli Berdimuchamedow sind zwei Melonen nach dem Staatschef benannt worden. Eine Honigmelone sei nach Berdimuchamedows inoffiziellen Titel "Arkadag" (Beschützer) getauft worden, war am Montag von der Nahrungsmittelindustrie zu erfahren. Die Frucht, die am Sonntag bei einer Landwirtschaftsausstellung in der Hauptstadt Aschgabat präsentiert wurde, zeichne sich durch ihr "knackiges Fruchtfleisch" und ihren "unvergleichlichen Duft" aus und sei wenig anfällig für Parasiten. Anlass der Taufe war der Tag der turkmenischen Melone.