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Ägypten: Neue Auseinandersetzungen auf dem Sinai ++ USA: Mitt Romney verwechselt Sikhs mit Scheichs ++ Mali: Islamisten hacken erstmals einem Dieb die Hand ab ++ Italien: Partei will Silvio Berlusconi als Kandidaten ++ Libyen: Demokratisch gewähltes Parlament übernimmt Macht

Neue Auseinandersetzungen auf dem Sinai

Auf der Sinaihalbinsel hat es einem ägyptischen Medienbericht zufolge weitere Auseinandersetzungen zwischen Polizei und bewaffneten Männern gegeben. Die Zusammenstöße hätten sich vor einem Polizeiposten in der Stadt al-Arisch im Norden des Sinai ereignet. Ägyptische Sicherheitskräfte gingen in dem Gebiet derweil weiter gegen Islamisten vor, nachdem am Sonntag 16 ägyptische Soldaten getötet worden waren.

Mitt Romney verwechselt Sikhs mit Scheichs

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat ausgerechnet in einer Beileidsbekundung nach der Schießerei in einem Sikh-Tempel das Wort Sikh mit dem Wort "Sheik" (Scheich) verwechselt. Im Englischen werden beide Wörter fast gleich ausgesprochen: "siek" und "schiek". Ein 40-jähriger Amerikaner hatte in dem Sikh-Tempel in Wisconsin das Feuer eröffnet und sechs Menschen getötet.

Islamisten hacken erstmals einem Dieb die Hand ab

Islamisten haben im Norden Malis erstmals seit ihrer Machtübernahme im April einem Dieb die Hand abgehackt. Ein Führer der islamistischen Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao), Mohammed Ould Abdine, sagte, der Mann sei in der südlich von Gao gelegenen Ortschaft Ansogo gemäß den Regeln des islamischen Rechts der Scharia bestraft worden. "In einigen Tagen werden wir dasselbe in Gao tun, niemand kann uns daran hindern", fügte er hinzu.

Partei will Silvio Berlusconi als Kandidaten

2013 soll es so weit sein, zumindest wenn es nach seiner Partei geht: Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi könnte bei der Wahl antreten. Berlusconi habe sich noch nicht erklärt, sagte der Chef der PdL ("Volk der Freiheit"), Angelino Alfano. "Unser Kandidat ist Berlusconi, sollte er akzeptieren", ergänzte er. Jeder in der Partei dränge Berlusconi dazu. Der 75-Jährige habe sich aber noch nicht entschieden.

Demokratisch gewähltes Parlament übernimmt Macht

Fast ein Jahr nach dem Sturz von Langzeitdiktator Muammar al-Gaddafi hat in Tripolis das neue, demokratisch gewählte Parlament die Macht übernommen. Dieser Schritt gilt als symbolische Zäsur auf dem Weg zu demokratischen Verhältnissen. Der Nationale Übergangsrat übergab dabei nach einer Schweigeminute für die Opfer des blutigen Aufstands gegen Gaddafi die formelle Macht an den im Vormonat gewählten Nationalkongress.