Marsch der Hoffnung

Christen in Kongo demonstrieren gegen Teilung des Landes

Rom (KNA) Mit einem "Marsch der Hoffnung" haben Katholiken der Demokratischen Republik Kongo gegen eine mögliche Teilung ihres Landes demonstriert.

Nach Polizeiangaben rund 100.000 Menschen nahmen nach Gottesdiensten an Sternmärschen in der Hauptstadt Kinshasa teil, wie der vatikanische Pressedienst Fides meldete.

Der Protest richtete sich gegen eine "Balkanisierung" des Landes und die Plünderung der Bodenschätze. Hintergrund sind Unruhen in der an natürlichen Ressourcen reichen Provinz Kivu. Dort liefert sich die offenbar vom Nachbarland Ruanda unterstützte Rebellenorganisation M23 heftige Kämpfe mit der Armee des Kongo.

Seit April diesen Jahres sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mehr als 470.000 Menschen im Osten Kongos auf der Flucht vor Gewalt. Es gebe Berichte von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen wie Vergewaltigungen, Folter, willkürlichen Verhaftungen oder der Rekrutierung von Kindersoldaten. Die Rebellengruppe M23 ist ein Zusammenschluss kongolesischer Milizionäre unter Führung von General Bosco Ntaganda. Gegen ihn besteht ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag wegen Kriegsverbrechen.