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Afghanistan: De Maizière besichtigt zerstörte Buddha-Statuen ++ Bulgarien: Attentat von Burgas enthüllt Sicherheitsproblem ++ Europa: Leichterer Zugang zu Büchern für Blinde ++ China: Mordanklage gegen Frau von gestürztem Spitzenpolitiker ++ Pakistan: Regierung unterbricht Nato-Transport

De Maizière besichtigt zerstörte Buddha-Statuen

Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat die von den Taliban zerstörten weltberühmten Buddha-Statuen in der zentralafghanischen Provinz Bamiyan besucht. "Bamiyan steht für die große Widersprüchlichkeit Afghanistans", sagte er Bild.de am Donnerstag. Die zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert entstandenen Fels-Statuen waren 2001 gesprengt worden. Am frühen Freitagmorgen wurde der CDU-Politiker in Deutschland zurückerwartet.

Attentat von Burgas enthüllt Sicherheitsproblem

Nach dem tödlichen Anschlag von Burgas hat der bulgarische Staatspräsident Rossen Plewneliew ein "schweres Sicherheitsproblem" im EU- und Nato-Mitgliedsstaat eingeräumt. "Wir haben eine neue Realität und (.) ein schweres Problem mit der Sicherheit des Landes", sagte Plewneliew am Donnerstag in Sofia. Bei dem Selbstmordanschlag am Flughafen der Schwarzmeerstadt Burgas waren am 18. Juli fünf israelische Touristen und der bulgarische Busfahrer mit in den Tod gerissen worden.

Leichterer Zugang zu Büchern für Blinde

Die EU-Kommission will Sehbehinderten uneingeschränkten Zugang zu Büchern ermöglichen. Sie sollten ihnen zur gleichen Zeit und zum gleichen Preis zur Verfügung stehen wie allen anderen, erklärte die Kommission am Donnerstag in Brüssel. Um verbindlichen Copyright-Ausnahmen zugunsten Blinder zuzustimmen, fehle jedoch ein entsprechendes Verhandlungsmandat der EU-Staaten, sagte Binnenmarktkommissar Michel Barnier nach Abschluss der Verhandlungen mit der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO).

Mordanklage gegen Frau von gestürztem Spitzenpolitiker

Gegen die Frau des gestürzten chinesischen Spitzenpolitikers Bo Xilai ist Mordanklage erhoben worden. Gu Kailai und ein Hausangestellter würden des Giftmordes an einem britischen Geschäftsmann beschuldigt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Tatmotiv sei ein Streit über wirtschaftliche Interessen. Der Mordvorwurf hat Bo seine Ämter gekostet.

Regierung unterbricht Nato-Transport

Die pakistanische Regierung hat aus Sicherheitsgründen den Transport von Nachschub für die Nato-Truppen in Afghanistan durch den Nordwesten des Landes unterbrochen. Nach Angaben lokaler Behörden vom Donnerstag wurde der Grenzübergang bei Torkham nach Taliban-Drohungen für den Nato-Nachschub gesperrt. Andere Grenzübergänge blieben hingegen geöffnet. Bei einem Taliban-Angriff auf einen Nato-Konvoi im Khyber-Stammesgebiet war vor zwei Tagen ein Fahrer getötet worden.