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Hunderttausende auf der Flucht

Kämpfe Die syrischen Rebellen liefern sich in der Großstadt Aleppo 50 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt weiterhin heftige Kämpfe mit Regierungssoldaten. Die Gefechte begannen am Wochenende, als Regimegegner erklärten, die Stadt befreien zu wollen. Mehrere Rebellengruppen schlossen sich dazu nach eigenen Angaben zu einer neuen Allianz, der Brigade für die Vereinigung, zusammen. Im zentralen Gefängnis der Stadt gab es eine Meuterei.

Offene Grenze Inzwischen seien rund 1,5 Millionen Syrer innerhalb des Bürgerkriegslandes geflohen, teilten die Vereinten Nationen in Genf mit. Der Irak hat zudem seine Grenzen zu Syrien für Flüchtlinge aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Nachbarland geöffnet. In den Irak fliehen derzeit nicht nur syrische Staatsbürger, sondern auch in Syrien lebende Iraker. Sie waren auf dem Höhepunkt der irakischen Bürgerkriegswirren Mitte der 2000er-Jahre nach Syrien geflohen.

Zukunft Die syrische Opposition ist nach eigenen Angaben zu einer Übergangsregierung unter einem Vertrauten von Präsident Baschar al-Assad bereit. "Wir sind mit einem Rückzug Assads und der Übertragung seiner Aufgaben an eine der Persönlichkeiten des Regimes einverstanden", sagte ein Sprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrats am Dienstag. Der Nationalrat ist die wichtigste Vereinigung der syrischen Opposition.