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Iran: Teheran droht mit höherer Anreichung von Uran ++ USA: Erste Verurteilung wegen Vergewaltigung beim Militär ++ Fukushima: Arbeiter manipulierten offenbar Messgeräte ++ Chile: Sexueller Missbrauch an Schulen in Santiago ++ Ägypten: Ex-Geheimdienstchef wird in Kairo beigesetzt

Teheran droht mit höherer Anreichung von Uran

Vor der nächsten Runde der Atomgespräche mit dem Iran kommen aus Teheran Drohungen, künftig höherprozentiges Uran anreichern zu wollen. "Wenn die Weltmächte weiter Druck ausüben, werden wir das Niveau der Anreicherung auf 56 Prozent erhöhen", sagte Reza Taqavi, enger Berater des geistlichen Oberhauptes Ajatollah Ali Chamenei, laut iranischer Nachrichtenagentur Isna. Bisher reichert Teheran Uran auf bis zu 20 Prozent an. Der Westen will dem ein Ende setzen, weil er befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Forschung an Atomwaffen arbeitet. Die stockenden Verhandlungen sollen am Dienstag in Istanbul fortgesetzt werden.

Erste Verurteilung wegen Vergewaltigung beim Militär

Im Skandal um massive sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen bei der US-Luftwaffe ist das erste Urteil gefallen. Ein Fluglehrer wurde von einem Militärtribunal der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung schuldig gesprochen. Die sieben Geschworenen befanden den Ausbilder in allen sieben Anklagepunkten schuldig. Ihm droht lebenslange Haft. Das Strafmaß soll am Samstag verkündet werden. Insgesamt sind 13 Ausbilder der Lackland-Luftwaffenbasis in Texas wegen sexueller Übergriffe gegen mehr als 30 Flugschülerinnen angeklagt.

Arbeiter manipulierten offenbar Messgeräte

Bei den Aufräumarbeiten im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima haben mehrere Arbeiter ihre Strahlenmessgeräte manipuliert, um länger in der Anlage bleiben zu können. Ein leitender Angestellter der Baufirma Build-Up habe bereits im Dezember rund zehn Arbeiter dazu aufgefordert, die Geräte in Bereichen mit hoher Strahlung mit einer Schutzhülle aus Blei abzudecken, berichtete die Zeitung "Asahi Shimbun". Ansonsten würden sie schnell den zulässigen Grenzwert von 50 Millisievert pro Jahr erreichen und ihren Job verlieren. Die japanische Regierung überprüft die Anschuldigungen.

Sexueller Missbrauch an Schulen in Santiago

61 Fälle von möglichem sexuellem Missbrauch an Schulen untersucht die Staatsanwaltschaft von Santiago de Chile. Das teilte Generalstaatsanwalt Sabas Chahuán mit. Zuletzt waren immer mehr Missbrauchsvorwürfe gegen Lehrer vor allem in den wohlhabenden Vierteln im Osten der Hauptstadt laut geworden. Nach offiziellen Schätzungen nahmen die Berichte von sexuellem Missbrauch an Kindern unter 14 Jahren im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent zu. Die Regierung von Präsident Sebastián Piñera hat in den vergangenen Monaten ihr Vorgehen gegen Kindesmissbrauch verschärft.

Ex-Geheimdienstchef wird in Kairo beigesetzt

Der Leichnam des ehemaligen ägyptischen Geheimdienstchefs Omar Suleiman ist am Sonnabend auf dem Kairoer Flughafen eingetroffen. Der enge Vertraute des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak war am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in den Vereinigten Staaten gestorben. An seinem Begräbnis wollte auch der Vorsitzende des regierenden Militärrates, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, teilnehmen. Suleiman hatte unter Mubarak viele Jahre lang den Geheimdienst geleitet. Wenige Tage vor seinem erzwungenen Rücktritt im Februar 2011 ernannte ihn Mubarak noch zum Vizepräsidenten.