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Ukraine: Fall Timoschenko kommt vor Menschenrechtsgerichtshof ++ China: Gericht weist Ai Weiweis Klage gegen Steuerstrafe ab ++ USA: Morgan Freeman unterstützt US-Präsident Obama ++ Rumänien: Regierungschef hat laut Uni bei Doktorarbeit getäuscht

Fall Timoschenko kommt vor Menschenrechtsgerichtshof

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wird sich am 28. August in einer mündlichen Verhandlung mit dem Fall der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko befassen. Die im August 2011 eingelegte Beschwerde betreffe insbesondere die Bedingungen ihrer Untersuchungshaft und das Strafverfahren gegen sie, teilte der Gerichtshof am Freitag mit. Ein Urteil soll erst später verkündet werden. Die 51-Jährige war in einem umstrittenen Prozess im Oktober 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die EU und die USA hatten das Verfahren als politisch motiviert kritisiert.

Gericht weist Ai Weiweis Klage gegen Steuerstrafe ab

1,9 Millionen Euro (15,22 Millionen Yuan) muss der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei nachzahlen, weil er mit seiner Klage gegen eine Steuerstrafe in Millionenhöhe gescheitert ist. Das Gericht im Pekinger Bezirk Chaoyang bestätigte am Freitag ein Urteil der Steuerbehörde. Der 55-Jährige hatte wegen unrechtmäßiger Ermittlungen Klage eingereicht, er hält die Strafe für politisch motiviert. Ai Weiwei konnte an der Verhandlung nicht teilnehmen. Sicherheitskräfte hatten ihn am Betreten des streng bewachten Gerichtsgebäudes gehindert.

Morgan Freeman unterstützt US-Präsident Obama

Hollywoodstar Morgan Freeman hat für den Wahlkampf von US-Präsident Barack Obama eine Million Dollar (814.000 Euro) gespendet. Er stellte das Geld der Kampagnengruppe Priorities USA Action zur Verfügung, die Obama unterstützt, wie Freemans Sprecher Stan Rosenfeld am Donnerstag mitteilte. Obama habe "in historisch schwierigen Zeiten ausgezeichnete Arbeit" geleistet, sagte der Oscar-gekrönte Schauspieler laut Rosenfeld. Er habe den Irak-Krieg beendet, Gesetze zur Reform der Wall Street in Kraft gesetzt, die Autoindustrie gerettet und das "Recht auf Gesundheit" geschützt.

Regierungschef hat laut Uni bei Doktorarbeit getäuscht

Die Universität Bukarest hat Plagiatsvorwürfe gegen Regierungschef Victor Ponta bestätigt. Eine Ethikkommission der Hochschule teilte mit, bei der 2003 eingereichten Dissertation über den Internationalen Strafgerichtshof handele es sich um ein "massives Plagiat". Ponta, der in der EU wegen eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den Präsidenten Traian Basescu in der Kritik steht, habe ein Drittel der rund 300 Seiten über Kopieren und Einfügen fremder Texte erstellt.