Westafrika

Rotes Kreuz startet große Hilfsaktion für Nordmali

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eine aufwändige Hilfsaktion zur Versorgung der Bevölkerung in Nordmali mit Lebensmitteln gestartet.

- Wie die Organisation am Montag mitteilte, begann die Aktion in den am meisten von der Gewalt und der Nahrungsmittelkrise betroffenen Regionen Gao und Timbuktu.

Während einer ersten Phase von voraussichtlich drei Wochen sollen zunächst 160.000 Menschen Reis, Weizengrieß, Bohnen, Speiseöl und Salz erhalten. Später soll Saatgut für Reis und Hirse an 42.000 Menschen ausgegeben werden. Das IKRK will außerdem 5000 malische Viehzüchter durch den Kauf von etwa 10.000 kranken oder geschwächten Ziegen, Schafen und Kühen unterstützen. Das Fleisch soll verteilt werden, ebenso wie Nahrung für das verbleibende Vieh.

Nach dem Sturz von Präsident Amadou Toumani Touré durch eine Gruppe meuternder Soldaten im März hatten Tuareg-Rebellen und mehrere islamistische Gruppen den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Seitdem wurden die Rebellen aber von den Islamisten aus den Städten Timbuktu, Gao und Kidal vertrieben. Während die Rebellenorganisation für einen unabhängigen Staat im Norden Malis eintritt, wollen die Islamisten das islamische Recht der Scharia einführen.