Militär

Russland schickt offenbar Kriegsschiffe nach Syrien

Russland schickt einem Medienbericht zufolge mehrere Kriegschiffe in den syrischen Hafen Tartus.

- Der U-Boot-Zerstörer "Admiral Tschabanenko" legte am Dienstag vom Stützpunkt Seweromorsk bei Murmansk im Nordwesten des Landes ab, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Er wird demnach von drei Landungsschiffen begleitet, die eine große Zahl von Soldaten transportieren können. Auf dem Weg ins Mittelmeer sollen sich der Flotte überdies zwei weitere Schiffe anschließen.

Noch Mitte Juni hatte es geheißen, bei der geplanten Marinemission gehe es um den Schutz von russischen Staatsangehörigen auf Moskaus einzigem Stützpunkt im Mittelmeer. Russland gilt als enger Verbündeter des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad, der seit März 2011 landesweite Massenproteste blutig niederschlagen lässt. Nach Angaben der Opposition wurden in dem Konflikt bisher mehr als 17.000 Menschen getötet. Darunter seien fast 12.000 Zivilisten gewesen, wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Von Assads Sicherheitskräften kamen demnach mehr als 4300 ums Leben. Zudem wurden bei Kämpfen knapp 900 Überläufer der Armee getötet. Nach Angaben der Menschenrechtler stieg die Zahl der Opfer in den vergangenen Wochen auf etwa 100 pro Tag.