Meldungen

PolitikNews II

Naher Osten: Israel stimmt Untersuchung von Arafats Gebeinen zu ++ Bahrain: Kindlicher "Regimegegner" darf zurück nach Hause ++ Mexiko: Hälfte der Wahlzettel muss neu ausgezählt werden ++ Nordirland: Polizei nimmt Ermittlungen zu "Bloody Sunday" auf

Israel stimmt Untersuchung von Arafats Gebeinen zu

Der angebliche Giftmord an dem früheren Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat muss nach Angaben eines Schweizer Forschers rasch untersucht werden. Das radioaktive Polonium, von dem erhöhte Werte unter anderem auf Arafats Unterhose gefunden wurden, zersetze sich schnell. Israel will einer Exhumierungoffenbar nicht im Wege stehen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, die Palästinenserbehörde benötige keine israelische Zustimmung.

Kindlicher "Regimegegner" darf zurück nach Hause

11 Jahre ist er erst alt, der mutmaßliche Regimegegner in Bahrain, der jetzt wieder in sein Elternhaus zurückkehren darf. Nach Angaben von Prozessbeobachtern ordnete ein Jugendgericht für Ali Hassan Dschasim keine Haft an. Stattdessen soll er zu seiner Familie zurückkehren und ein Jahr lang von einem Sozialarbeiter überwacht werden. Ali war vorgeworfen worden, er habe eine Schnellstraße mit Müllcontainern blockiert. Im Mai war er vorübergehend festgenommen worden.

Hälfte der Wahlzettel muss neu ausgezählt werden

Nach Betrugsvorwürfen hat in Mexiko die Nachzählung von mehr als der Hälfte der Stimmzettel der Präsidenten- und Parlamentswahl begonnen. Die Nachprüfung fand in den Stimmbezirken statt, in denen das Ergebnis besonders knapp ausgefallen war. Die Wahlkommission IFE schloss eine Änderung des vorläufigen Endergebnisses aus, wonach der Kandidat der Partei der Institutionalisierten Revolution, Enrique Peña Nieto, die Wahl gewonnen hat. Peña Nietos unterlegener linker Gegenkandidat Andrés Manuel López Obrador hat das Ergebnis angefochten.

Polizei nimmt Ermittlungen zu "Bloody Sunday" auf

40 Jahre nach dem "Bloody Sunday" hat die nordirische Polizei Ermittlungen zu einem der schlimmsten Kapitel des Nordirland-Konflikts angekündigt. Die Ermittlungen zu dem Blutbad an katholischen Demonstranten könnten bis zu vier Jahre in Anspruch nehmen, teilte die Polizei mit. Die Ankündigung erfolgt zwei Jahre nach der Veröffentlichung eines Untersuchungsberichtes zum "Blutsonntag". Britische Fallschirmjäger hatten am 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry auf Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration gegen die britische Regierung geschossen. 13 Menschen starben.