Frankreich

Ermittler durchsuchen Büro von Ex-Präsident Sarkozy in Paris

Die Polizei und ein Untersuchungsrichter haben am Dienstag die Büroräume des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy durchsucht.

- Entsprechende Berichte der Tageszeitung "Le Monde" bestätigten Polizeikreise der Nachrichtenagentur Reuters am Nachmittag. "Le Monde" zufolge wurden auch eine mit Sarkozy verbundene Anwaltskanzlei sowie das Privathaus seiner Frau Carla Bruni durchsucht. An den Durchsuchungen nahm auch ein Untersuchungsrichter aus Bordeaux teil, der die Finanzaffäre um die Milliardärin Liliane Bettencourt untersucht. Die L'Oreal-Erbin Bettencourt soll Sarkozys Präsidentschafts-Wahlkampf 2007 mit erheblichen Summen heimlich und damit illegal mitfinanziert haben. Die Immunität vor Strafverfolgung hatte Sarkozy nach seiner Wahlniederlage gegen seinen sozialistischen Herausforderer Francois Hollande verloren.

Frankreichs frühere First Lady Carla Bruni hat unterdessen Gerüchte über eine erneute Schwangerschaft zurückgewiesen. "Nein, ich bin nicht schwanger!", ließ Bruni die französische Ausgabe des Magazins "Gala" über einen Vertrauten wissen. "Gala"-Redaktionsleiter Matthias Gurtler versicherte, dass Bruni-Sarkozy die Veröffentlichung ihres Dementis genehmigt habe. Verschiedene Klatschmagazine hatten zuvor über eine erneute Schwangerschaft von Bruni-Sarkozy spekuliert. Die 44-Jährige hatte erst im Oktober eine Tochter zur Welt gebracht. Laut "Gala" ist Carla Bruni nun "genauso schockiert wie genervt" über die Gerüchte einer erneuten Schwangerschaft.