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Palästinenserführer: Offenbar Hinweise auf Gifttod von Jassir Arafat gefunden ++ Afghanistan: Pakistan beendet Blockade der Nachschubwege ++ Irak: Mehr als 30 Tote bei Anschlagsserie

Offenbar Hinweise auf Gifttod von Jassir Arafat gefunden

Der legendäre Palästinenserführer Jassir Arafat ist möglicherweise durch radioaktives Gift ums Leben gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira in Auftrag gegebene Untersuchung. Der Sender ließ Kleidungsstücke und andere Gegenstände, die der PLO-Führer in den Tagen vor seinem Tod benutzt oder getragen hatte, von einem Labor im Schweizer Lausanne untersuchen. Dabei fanden die Forscher erhöhte Werte des radioaktiven Stoffes Polonium-210. Mit diesem Gift war 2006 in London der russische Ex-Geheimagent und Regimekritiker Alexander Litwinenko getötet worden. Das Institut erklärte, eine abschließende Beurteilung der Todesursache sei aber nur durch eine Untersuchung der sterblichen Arafats möglich. Arafat war 2004 nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren gestorben.

Pakistan beendet Blockade der Nachschubwege

Pakistan beendet nach US-Angaben die Blockade der Nachschubrouten für die Nato-Truppen in Afghanistan. US-Außenministerin Hillary Clinton teilte am Dienstag in Washington mit, ihre pakistanische Kollegin Hina Rabbani Khar habe sie darüber in Kenntnis gesetzt. Die Regierung in Islamabad hatte die Nachschubwege als Reaktion auf den Tod von 24 pakistanischen Soldaten bei einem US-Luftangriff im vergangenen November geschlossen. Clinton entschuldigte sich in der Erklärung für die "vom pakistanischen Militär erlittenen Verluste". Der Landweg von Pakistan nach Afghanistan ist eine der wichtigsten Versorgungsrouten für die internationalen Streitkräfte. Die Nato und das US-Militär mussten wegen der Blockade auf längere und teurere Wege durch Russland und Zentralasien ausweichen.

Mehr als 30 Tote bei Anschlagsserie

Bombenanschläge haben im Irak am Dienstag mehr als 30 Menschen das Leben gekostet. Zu der folgenschwersten Explosion kam es auf einem Marktplatz südlich der Hauptstadt Bagdad, bei der mindestens 25 Menschen getötet wurden. Gegen 10.00 Uhr am Morgen sei ein Lastwagen auf dem Gemüse- und Fischmarkt in Diwanijah explodiert, erklärte der Vorsitzende des Provinzrates, Dschubair al-Dschaburi. Er machte sunnitische Aufständische mit Verbindungen zur al-Qaida für die Tat verantwortlich. 40 weitere Menschen wurden verletzt.

In Kerbela explodierten am Morgen zwei Autobomben, die fünf Menschen töteten. 30 weitere Menschen erlitten nach Behördenangaben Verletzungen. Nur wenige Stunden nach den Anschlägen in Kerbela detonierten zwei weitere Sprengsätze in der mehrheitlich sunnitischen Stadt Tadschi. Drei Menschen kamen ums Leben.